DORTMUND, GERMANY - JULY 06: coach Lucien Favre of Borussia Dortmund looks on during the press conference on July 6, 2018 in Dortmund, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Favre will kontern - Doch welche Spieler des BVB passen ins neue Konzept?

Am Freitag wurde Lucien Favre offiziell als neuer Trainer von Borussia Dortmund vorgestellt. Dabei erläuterte der 60-Jährige seine Herangehensweise bei den Borussen und verriet, dass er in Zukunft den Fokus auf ein schnelles Umschaltspiel legen will. Nun stellt sich die Frage: Hat der Schweizer dafür auch das richtige Spielermaterial?

1. Pluspunkt: Thomas Delaney

Für Thomas Delaney legte Borussia Dortmund satte 20 Millionen Euro auf den Tisch, um den Dänen vom SV Werder Bremen loseisen zu können. Gerade im Zusammenspiel mit Favre könnte sich der Wechsel jedoch als ein Glücksfall erweisen. Bereits bei den Bremern konnte der 26-Jährige nämlich in seiner Funktion als Umschaltspieler überzeugen.

2. Pluspunkt: Marius Wolf

Mit Marius Wolf passt auch ein weiterer Neuzugang ziemlich ideal in das Anforderungsprofil des neuen Borussen-Trainers. Auch der 23-Jährige konnte bei Eintracht Frankfurt bereits unter Beweis stellen, dass er durch seine hohe Geschwindigkeit beim Umschalten von Defensive auf Offensive eine echte Waffe sein kann.

3. Pluspunkt: Marco Reus

Bei der Weltmeisterschaft in Russland konnte Marco Reus zuletzt nicht wirklich zünden. Die Spielidee von Favre könnte aber gut zu dem Star der Schwarz-gelben passen, schließlich ist auch der 29-Jährige sehr flink auf den Beinen und zeichnet sich generell durch eine schnelle Auffassungsgabe aus.

4. Pluspunkt: Andre Schürrle

Mit Andre Schürrle wurden die Fans von Borussia Dortmund bislang noch nicht so richtig warm. Eingebettet ins richtige System hat der 27-Jährige aber noch immer eine gute Qualität und könnte sich bei schnellen Kontern als hilfreich erweisen. Wenn er aber nicht schnell zündet, dürfte er nicht viele weitere Chancen bekommen.

5. Pluspunkt: Jadon Sancho

Jadon Sancho könnte sich unter Lucien Favre endgültig in die Herzen der Dortmund-Fans dribbeln. Der Engländer ist verflucht schnell und trickreich, muss aber bei allem Offensivdrang auch seine defensiven Aufgaben im Auge behalten. Gelingt ihm die richtige Balance, könnte er gar ein Kandidat für die Stammelf werden.

6. Minuspunkt: Mario Götze

Ob Mario Götze und Lucien Favre ideal zusammenpassen, darf zumindest bezweifelt werden. In der vergangenen Saison konnte der 26-Jährige erneut nicht überzeugen und war oft nicht spritzig genug. Wenn es ihm nicht gelingt, seine jugendliche Frische wiederzufinden, dürfte er es schwer haben.

7. Negativpunkt: Nuri Sahin

Auch Nuri Sahin konnte in der abgelaufenen Saison nicht wirklich überzeugen. Die Zeiten als schwungvoller Taktgeber im Mittelfeld der Dortmunder scheinen für den Türken endgültig vorbei zu sein. Beim angestrebten Umbruch könnte der 29-Jährige daher endgültig unter die Räder geraten.

8. Noch offen: Wer kommt als Sturmspitze?

Selbst das am besten geölte Mittelfeld bringt beim Konterspiel herzlich wenig, wenn kein treffsicherer Mittelstürmer als Abnehmer vorhanden ist. Nach dem Abgang von Michy Batshuayi konnten die Schwarz-Gelben noch keinen Nachfolger verkünden. Gerade um Automatismen zu trainieren, wäre eine schnelle Lösung ein wichtiger Schritt.