​Am heutigen Donnerstag wurde der neue BVB-Trainer Lucien Favre offiziell in Dortmund vorgestellt. Dabei hat Favre über die finale Gelegenheit Borussia Dortmund zu trainieren, seine Spielphilosophie und Umstrukturierungen im Dortmunder Kader gesprochen. 


"Wenn der BVB kommt, kannst du nicht ablehnen", meint der 60-jährige Schweizer über das Angebot der ​Borussia. Dabei sei der Kontakt zum BVB seit dem letzten Jahr nicht abgerissen, als Favre bereits damals Wunschkandidat der Dortmunder für die Nachfolge von Thomas Tuchel war, allerdings vom OGC Nizza keine Freigabe erhielt, sodass Peter Bosz neuer Trainer wurde.

Dabei ist die Erwartungshaltung laut Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke klar: "Wir haben keine Titelträume, arbeiten aber hochambitioniert. Solange ich bei Borussia Dortmund in der Verantwortung stehe, wird als Ziel immer die Champions League ausgegeben. Das soll auch unter Favre wieder der Fall sein: "Auf seinen früheren Stationen hat er nicht nur sehr erfolgreich gearbeitet, sondern auch das Potenzial ausgeschöpft", so Watzke laut ​Sport.de


Hinsichtlich der Spielphilosophie will Favre darauf achten, nicht entweder nur auf dominanten Ballbesitz oder schnelles Umschaltspiel zu setzen: "Wir müssen von Anfang an das Spiel machen. Wir müssen es beherrschen, sehr hoch zu spielen. Aber wir müssen auch das Konterspiel beherrschen. Aber das braucht Zeit." Sportdirektor Michael Zorc sieht in der guten Balance zwischen Offensive und Defensive den kennzeichnenden Vorteil von Favres System. "Darüber hinaus arbeitet er gerne mit jungen Spielern zusammen. Er macht einzelne Spieler besser und entwickelt sie."

Watzke will Favre dabei Zeit geben und in Ruhe arbeiten lassen: "Ein Neustart braucht eine realistische Erwartungshaltung und ein bisschen Geduld." Auch Neu-Trainer Favre ist der Meinung, dass die Etablierung seines neuen Spielsystems "Zeit brauchen" werde. Dabei dürften vor allem auch noch einige Abgänge zu erwarten sein: "Wir sind uns alle einig, dass ein kleinerer Kader wünschenswert wäre", geht Sportdirektor Michael Zorc auf die Kadersituation ein. Favre kann sich derweil noch punktuelle Zugänge vorstellen: "Ich denke, dass es noch Bewegung in die eine oder andere Richtung geben wird."


Ein Mittelstürmer könnte dabei noch auf der Wunschliste stehen. Besonders freut sich Favre allerdings auf die Arbeit mit Marco Reus, der er aus der gemeinsamen Zeit in ​Gladbach kennt: "Ich freue mich natürlich, wieder mit ihm zusammen zuarbeiten. Ich kenne seine Qualitäten."