​Max Meyer ist mittlerweile seit fünf Tagen vereinslos und weiterhin auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Der Ex-Schalker hatte das letzte Vertragsangebot beim FC Schalke 04 trotz einer starken Saison der "Königsblauen" abgelehnt. Für Wirbel sorgt aktuell vor allem ein angeblicher Fakeaccount des Spielers auf Twitter, auf dem ein Wechsel zu Eintracht Frankfurt angedeutet wurde. Berater Roger Wittmann kommentierte zudem die Gerüchte rund um einen möglichen Wechsel zu Olympique Marseille nach Frankreich.


Max Meyer ist nach seinem Vertragende bei Vizemeister FC Schalke 04 ​weiter auf der Suche nach einem neuen Verein. Für viel Verwirrung sorgte zuletzt jedoch vielmehr ein Twitteraccount namens "@meyer_max7". Der User des Profils bezeichnete sich bis vor Kurzem selbst als "offiziellen Twitter-Account von Max Meyer" und postete am Donnerstag die Kurznachricht: "@Eintracht", die bei vielen Fans einen Wechsel von Max Meyer zu Bundesligakonkurrent Eintracht Frankfurt erahnen ließ. 


Meyer selbst stellte über seinen offiziellen Instagram-Account allerdings klar, dass die besagte Seite keineswegs echt sei und ihm gehöre, sondern dass es sich um einen sogenannten Fakeaccount handle. Kurz darauf wurde der Account samt kompletter Tweet-Sammlung gelöscht. 

Der in Gelsenkirchen bekannte Journalist und Schalke-Experte Hassan Talib Haji äußerte sich am Donnerstag ebenfalls zu dem Account und sorgte für weitere Verwirrung, indem er erklärte, Meyer selbst habe ihm gegenüber vor einiger Zeit bereits die Echtheit des Profils bestätigt. Somit müsse es sich nun um eine "dreiste Lüge" des 22-Jährigen handeln. Egal, wie man es dreht und wendet, die Wahrheit wird wohl nur der Spieler selbst wissen. 


Meyer-Berater Roger Wittmann äußerte sich derweil in einem Interview bei Le Phocéen zu den Gerüchten rund um einen Wechsel zu Olympique Marseille. "Es ist nicht meine Aufgabe, Gerüchte über Max' Situation zu kommentieren. Jeder kennt die Situation, er ist ein großes Talent und er ist frei. Wir müssen Geduld haben und auf unsere Entscheidung warten", so der 58-Jährige. 


Auch wenn er das Interesse von "OM" nicht bestätigten wollte, bezeichnete er die Franzosen durchaus als Spitzenklub. "Natürlich wissen wir, was Olympique de Marseille darstellt, aber wir wissen auch von anderen Klubs auf der ganzen Welt, die mit Max zusammenarbeiten möchten. Ich kann Ihnen nur sagen, dass Marseille ein europäischer Spitzenclub ist, und wir betrachten ihn als solchen." ​Ein ​möglicher Wechsel zu Atletico Madrid, die ebenfalls an den Diensten des Mittelfeldspieler interessiert gewesen sein sollen, hatte sich zuletzt vor allem aufgrund der hohen Gehaltsforderungen des gebürtigen Oberhauseners zerschlagen. 


Sollte Meyer zur neuen Saison nach Marseille wechseln, würde er auf den ehemaligen Wolfsburger Luiz Gustavo treffen, der ebenfalls von Wittmanns Agentur ROGON Sportmanagement vertreten wird. Einen Einfluss auf die Entscheidung des U21-Nationalspielers habe die Personalie des Brasilianers aber nicht, wie der Berater erklärte. "Der Erfolg, den Luiz in der letzten Saison bei OM hatte, ist für mich absolut keine Überraschung, denn er hat es immer geschafft, wohin er auch gegangen ist. Er war immer der beste Spieler in seinem Team, und das hat er bei den Olympischen Spielen wiedergegeben. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ihn in der zweiten Liga in Brasilien gesucht haben und dass er überall gewonnen hat, in Hoffenheim, in Bayern. Er hat Wolfsburg an die Spitze der Bundesliga gebracht und jetzt glänzt er in Marseille. Es ist eine tolle Geschichte bei OM, bei der jeder gewinnt, sowohl der Verein als auch der Spieler, aber Luiz' Situation ist völlig unabhängig von der von Max Meyer." 


Eine endgültige Entscheidung dürfte sich angesichts der aktuellen Lage wohl noch einige Tage, wenn nicht sogar Wochen hinauszögern.