​Marco Höger hat sich im Testspiel gegen den VfB Eichstätt eine Schultereckgelenkssprenung zugezogen und wird nach seiner OP mehrere Monate ausfallen. Im Interview auf der offiziellen Vereinswebseite äußerte sich der defensive Mittelfeldspieler zu seiner bitteren Verletzung und der Ausfallzeit, die ihm nun bevorsteht.


Die Operation sei laut dem gebürtigen Kölner schnell und gut verlaufen, sodass er sich nun voll und ganz auf seine Reha konzentrieren kann. "Es ist natürlich schönes Wetter und ich muss die Bandage tragen. Das ist nicht so angenehm, aber es geht. Ich bin schnell operiert worden. Es hat alles geklappt", so der 28-Jährige, der das Krankenhaus bereits wieder verlassen hat. "Seit gestern bin ich aus dem Krankenhaus, kann behandelt werden und schon relativ viel machen."

Auffällig ist für den Sechser nach seiner Operation vor allem eins geworden: Wie oft man die Schulter tagtäglich braucht. Ab und an habe er noch Probleme, sich daran zu gewöhnen. "Ich darf eine bestimmte Gradzahl nicht überschreiten in der aktiven Bewegung. Grundsätzlich fühlt es sich aber gut an. Man unterschätzt aber, wie häufig man die Schulter im Alltag braucht. Es stört schon recht häufig, aber ich komme klar." Seinem Eichstätter Gegenspieler wolle er derweil keinen Vorwurf machen oder gar eine Mitschuld an seiner Verletzung geben. "Es passiert nun einmal. Ich bin ja auch derjenige, der gerne mal ein bisschen härter hinlangt." 


Trotz der Verletzung wolle er nun dennoch positiv nach vorne schauen. "Es ist bitter: Ich habe knapp eine Woche im Trainingslager mittrainiert, hatte zwei Ballkontakte im Testspiel und dann passiert sowas. Man kann sich ausmalen, wie es in mir ausgesehen hat, aber ich versuche das Positive rauszunehmen. Gott sei Dank sind wir nicht mitten in der Saison", so Höger, der den frühen Zeitpunkt der Verletzung insgesamt noch als glücklich beschreibt. "Aber im Großen und Ganzen ist es für einen Wettkampfspieler besser, wenn man sich in der Vorbereitung so etwas holt und nicht mitten in der Saison."

Wie lange der Mittelfeldmotor letztlich ausfallen wird, hänge vom Heilungsverlauf ab. "Ich weiß noch nicht, wie lange ich ausfalle. Das kommt jetzt auch ganz auf meinen Körper an - wie ich mich fühle und wie die Bewegung irgendwann sein wird. In Absprache mit den Ärzten und unserer physiotherapeutischen Abteilung werden wir von Tag zu Tag der auch von Woche zu Woche schauen, wie es sich entwickelt." Der ​1. FC Köln hatte in Person von Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle derweil bereits angekündigt, nach dem verletzungsbedingten Ausfall keinen Ersatz für Höger zu verpflichten. Als erste Kandidaten für seinen Platz auf dem Feld gelten nun ​Talent Nikolas Nartey sowie Routinier Matthias Lehmann.