​Eintracht Frankfurt hat Innenverteidiger-Talent Evan N'Dicka von AJ Auxerre verpflichtet. Der französische U20-Nationalspieler stand auch bei englischen Topklubs auf der Liste, entschied sich aber für einen Wechsel in die Bundesliga zu Europa-League-Teilnehmer Frankfurt. Über die Ablöse für den 18-Jährigen herrscht derweil noch Unklarheit.


Der junge Innenverteidiger mit einem Gardemaß von 1,92 Meter Größe wurde in der renommierten Nachwuchsabteilung von AJ Auxerre ausgebildet. Auch Sebatien Haller kommt aus dieser Akademie. So bringt auch N'Dicka viel Talent mit, kam allerdings bisher nur in der zweiten französischen Liga zum Einsatz. Dort debütierte der Innenverteidiger bereits mit 17 Jahren und kam in der vergangenen Saison zu 14 Einsätzen für Auxerre.

"Er ist 18 Jahre jung, aber sehr reif für sein Alter. Er ist fußballerisch gut, sehr schnell und kopfballstark. Auxerre ist bekannt für seine Nachwuchsarbeit, deshalb bekommen wir einen taktisch gut geschulten Spieler", erläuterte Sportvorstand Fredi Bobic gegenüber der ​Frankfurter Rundschau den Transfer. N'Dicka soll auch bei Jürgen Klopps ​FC Liverpool und Pep Guardiolas ​Manchester City auf der Liste gestanden haben, sich aber wegen der höheren Einsatzchancen für die Eintracht entschieden haben, und erhält dort einen Vertrag über fünf Jahre.


Die Ablöse beträgt laut deutschen Medien etwa eine Million Euro. Die französische L'Equipe hingegen berichtete zuletzt von einer Ablöse im Bereich von fünf bis sechs Millionen Euro. Angesichts von N'Dickas Marktwert und seiner geringen Erfahrung scheint diese Summe aber eher unrealistisch. Es ist nicht davon auszugehen, dass die ​Eintracht für einen 18-jährigen Zweitligaspieler die zweithöchste Ablöse ihrer Vereinsgeschichte zahlen würde. Nur Haller kostete mit sieben Millionen Euro mehr. Wahrscheinlicher ist, dass die tatsächliche Ablöse für N'Dicka sich im Bereich zwischen den beiden Werten befindet.


In der Frankfurter Innenverteidigung dürfte der junge Franzose, der die Rückennummer 2 erhält, neben den gesetzten Carlos Salcedo und David Abraham vor allem mit Routinier Marco Russ und dem noch nicht vollends überzeugenden Simon Falette um Einsatzminuten kämpfen.