Viel hatte sich die Schweiz im Vorlauf der Weltmeisterschaft vorgenommen, doch die 'Eidgenossen' scheiterten im Achtelfinale und werden bereits am Donnerstag in ihre Heimat zurückkehren. Pechvogel Manuel Akanji, der unmittelbar am entscheidenden Tor von Emil Forsberg bei der ​Niederlage gegen Schweden beteiligt war, meldete sich am Vormittag auf Twitter zu Wort und ließ trotz des bitteren Ausscheidens die Freude überwiegen.


Seit der WM im Jahr 1954, als die Schweiz beim späteren Triumph der deutschen Nationalmannschaft Gastgeber des größten Turniers im Weltfußball war, ist die 'Nati' stets darum bemüht, noch einmal das Viertelfinale zu erreichen - allerdings vergebens. In diesem Jahr nahm sich die Mannschaft von Vladimir Petkovic besonders viel vor, mit dem Achtelfinale oder gar einem Ausscheiden in der Gruppenphase wollte man sich nicht zufriedenstellen.


Doch nachdem man in Gruppe E auf dem zweiten Tabellenplatz landete und lediglich Rekordweltmeister Brasilien Vortritt gewähren musste, war erneut in der Runde der letzten 16 Schluss. Zum vierten Mal seit der Weltmeisterschaft 1994 schaffte es die Schweiz in die K.O.-Runde, doch jedes Mal war im Achtelfinale Schluss. ​Doppelt bitter verlief der Nachmittag in Sankt Petersburg für Manuel Akanji. Der Innenverteidiger von ​Borussia Dortmund fälschte den eigentlich harmlosen Schuss von Emil Forsberg entscheidend ab, woraufhin der Ball im Netz landete und die spätere Niederlage besiegelte.


Zuvor zeigte der 22-Jährige, der erst im Juni in der Nationalmannschaft debütierte, gute Leistungen und verpasste keine einzige Minute auf dem Feld. Vor der Ankunft in Zürich am heutigen Donnerstag meldete er sich daher in den sozialen Netzwerken zu Wort und war insgesamt "stolz" auf die Leistung in Russland.

Es sei eine WM voller Emotionen gewesen, so Akanji. "Aber am Ende bin ich wirklich stolz und glücklich darüber, meine erste WM gespielt zu haben. Ich hoffe, es war nicht die letzte", fügte er humorvoll an. Von nun an wird er das vorzeitige Aus gegen die Skandinavier im Urlaub verdauen können, ehe er zu seinen Mannschaftskollegen vom BVB stoßen und ebenfalls an der Vorbereitung auf die neue Saison teilnehmen wird. 


In der abgelaufenen Rückrunde sammelte er elf Einsätze in der Bundesliga, doch unter dem neuen Trainer Lucien Favre dürften es mit Sicherheit einige mehr werden. Womöglich wird er gar Stammspieler und könnte dann an der Seite von ​Neuzugang Abdou Diallo das neue Innenverteidiger-Duo der Borussia bilden.