Mitte Mai schlug Werder Bremen erstmals auf dem Transfermarkt zu und präsentierte Kevin Möhwald als ersten Neuzugang für die kommende Saison. Am heutigen Mittag wurde der offensive Mittelfeldspieler offiziell an der Weser vorgestellt und sprach dabei unter anderem über seine Ziele bei seinem neuen Verein, und in welchem Bereich er noch Luft nach oben hat.


Drei Jahre lang trug Kevin Möhwald das Trikot des 1. FC Nürnberg, und wusste in dieser Zeit zu überzeugen. Das einstige Eigengewächs von Rot-Weiß Erfurt absolvierte insgesamt 93 Partien für die Franken, in denen er zwölf Tore erzielte und 24 weitere Assists lieferte. Der 25-Jährige, der in der Zentrale flexibel einsetzbar ist, bewertete seine Zeit in Nürnberg durchaus positiv - doch trotzdem hatte er das Verlangen nach einer neuen Herausforderung: "Ich habe schon länger überlegt: Wie könnte meine Zukunft aussehen?"

Zwar habe er bei seinem Ex-Klub "eine super Truppe" und viel Erfolg, der letztendlich im Aufstieg mündete, vorgefunden, doch bereits ab Winter habe er erste Gespräche mit den Verantwortlichen von Werder Bremen geführt. "Als ich mich dafür entschieden habe, etwas Neues zu machen, war schnell klar, dass ich zu Werder möchte", führte Möhwald fort.


Keine Angst vor Druck: "Konkurrenz hast du überall"


In der Mannschaft von Florian Kohfeldt wolle er keine untergeordnete Rolle spielen. Der Verein habe unter dem 35-Jährigen "einen sehr guten Weg eingeschlagen", zu dem er seinen Teil nun beitragen wolle: "Ich habe das Ziel, mich durchzusetzen", gibt sich Möhwald kämpferisch. Angst vor dem Konkurrenzkampf habe er jedenfalls nicht: "Konkurrenz hast du überall, das macht mir keinen Druck. Ich freue mich auf die Zeit und denke nicht über mögliche Konkurrenten nach."

In der abgelaufenen Saison wurde der Mittelfeldspieler von Trainer Michael Köllner variabel eingesetzt, kam allerdings am häufigsten im offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Bei Werder wolle er ebenfalls in diesem Areal spielen: "Ich sehe mich im zentralen Mittelfeld." Dort könne er "viele Positionen spielen", und sein gutes Passspiel zur Geltung bringen. Im defensiven Mittelfeld sieht das jedoch anders aus. Dort habe er seiner Meinung nach "sicher noch Verbesserungspotential", doch er sei "ein ehrgeiziger Mensch", der sich weiterentwickeln und daher auch im defensiven Bereich verbessern will.


Nun allerdings freut sich der Neuzugang, der die Trikotnummer vom ​abgewanderten Thomas Delaney erben wird, erst einmal über die Zeit an der Weser: "Man spürt eine gewisse Euphorie. Die Stadt gefällt mir sehr. Ich habe eine schöne Wohnung gefunden, das erleichtert die Eingewöhnung. Auch die Mannschaft hat mich toll aufgenommen, es sind einige lustige Typen dabei, mit denen man Spaß hat."