Mit dem 1. FC Köln stieg Leonardo Bittencourt in der abgelaufenen Saison in die zweite Liga ab, doch daran ist für den 24-Jährigen nicht mehr zu denken. Aufgrund seines Wechsels zur TSG Hoffenheim spielt er in der kommenden Saison in der Champions League und will so viele Einsätze wie möglich sammeln. Anders als in Köln will er jedoch auf einer anderen Position auflaufen, wie er dem kicker verriet. 


Der Juli wird innerhalb der Bundesliga vor allem mit einem Ereignis verknüpft: Dem Start der Vorbereitung. Die meisten der 18 Teilnehmer begannen in den vergangenen Tagen mit den ersten Leistungstests, und auch bei 1899 Hoffenheim wurde der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann, der in seine letzte Saison für die Kraichgauer geht, debütiert in der neuen Spielzeit erstmals in der Champions League, nachdem man sich im vergangenen Jahr in der Qualifikation dem FC Liverpool geschlagen geben musste.

1. FC Koeln v BATE Borisov - UEFA Europa League

  "Auf der Acht oder Zehn" - Leonardo Bittencourt will in Hoffenheim in der Zentrale spielen


Im Hinblick darauf wurde die Mannschaft nach den Abgängen von Serge Gnabry und Mark Uth verstärkt: Mit Ishak Belfodil, Vincenzo Grifo und Leonardo Bittencourt sicherte man sich drei Offensivspieler, die aufgrund ihrer Variabilität bestens in das System des Trainers passen. Doch Bittencourt, der in Köln stets auf den Außenbahnen agierte, liebäugelt mit einer anderen Position. Er sehe sich "auf der Acht oder Zehn", so der 24-Jährige, der damit haderte, dass er aufgrund der vielen Verletzungen beim 'Effzeh' meist auf den Flügeln benötigt wurde: "Ich hätte das in Köln öfters gespielt, wenn wir dort mehr Optionen auf den Außen gehabt hätten."


Die Konkurrenz im Mittelfeld ist allerdings groß. Neben Nachwuchstalent Dennis Geiger besteht die Konkurrenz auch aus Kerem Demirbay, Nadiem Amiri oder Neuzugang Vincenzo Grifo, zudem bestritt Bittencourt einen Großteil seiner Partien auf der linken Außenbahn. Wo Nagelsmann ihn letztendlich einsetzen wird, bleibt daher eine offene Frage. 


Doch unabhängig von seiner Position ist der einstige U-21 Nationalspieler durchaus torgefährlich: In 72 Einsätzen für den 1. FC Köln erzielte er zwölf Tore, zudem bereitete er 17 weitere Treffer vor. Sollte er auch in Hoffenheim seine Qualitäten ausspielen, dürfte es daher fast egal sein, ob er auf den Außen oder im Zentrum gesetzt ist.