Der Frust war groß nach dem bitteren Achtelfinal-Aus: Der verletzte James Rodriguez saß mit Tränen in den Augen auf der kolumbianischen Bank. Der Cafeteros-Star musste zuvor die Pleite gegen England im Elfmeterschießen vom Seitenrand aus mitansehen. Trost gab es hinterher vom FC Bayern und Teamkollege Thomas Müller.


Die Insel im Freudentaumel. England steht zum ersten Mal seit 2006 in einem ​WM-Viertelfinale und darf weiter vom zweiten Titel nach 1966 träumen. In einem ​umkämpften Duell mit Kolumbien behielten die Three Lions erstmals in ihrer WM-Geschichte die Oberhand im Elfmeterschießen. Tottenhams Eric Dier verwandelte in der Otkrytije-Arena von Moskau den entscheidenden Schuss vom Punkt.


Während die Engländer den Sieg ausgelassen feierten und nun am kommenden Samstag im Viertelfinale auf Schweden treffen (16 Uhr), ist die Reise für die Cafeteros in Russland beendet. Nach dem Viertelfinal-Aus 2014 scheiterten die Kolumbianer nun im Achtelfinale. Für ​Bayerns James Rodriguez besonders bitter. Der größte Star im kolumbianischen Team musste die Partie zunächst von der Tribüne aus verfolgen und zitterte später am Seitenrand beim Elfmeterschießen mit.

James konnte wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung nicht mitwirken und blickte im Anschluss an das verlorene Nervenspiel konsterniert ins Leere. Mit Tränen in den Augen saß der 26-Jährige auf der kolumbianischen Bank - fassungslos, dass der große WM-Traum ohne eigenes Mitwirken geplatzt ist.

Getröstet wurde er zunächst noch auf der Bank sitzend vom englischen Kapitän Jordan Henderson. Aufmunterung gab es später über die sozialen Medien auch von seinem Verein. 

"Leidenschaft - für Klub und Land. Wir stehen hinter dir, James!", twitterte der FC Bayern. 

Aufmunternde Worte hatte auch Teamkollege Thomas Müller übrig. "Kopf hoch, James", schrieb er via Twitter. Wie man mit Enttäuschungen in Russland umgeht, weiß Müller ganz genau. Mit dem deutschen Team setzte es das blamable Aus schon nach der Gruppenphase.

Für James, Müller und Co. heißt es nun den Frust schnell zu überwinden. Während die einen - England und Schweden - jubeln, wollen die Bayern-Stars die Weltmeisterschaft 2018 wohl schnell hinter sich lassen. Erfolge mit dem Rekordmeister dürften das beste Heil-Rezept sein.