Am Dienstagmittag hat ​​​Borussia Dortmund Sebastian Kehl offiziell als neuen Leiter der Lizenzspielerabteilung vorgestellt. Drei Jahre nach seinem Karriereende kehrt der 38-Jährige wieder zum BVB zurück. Auf der Pressekonferenz war dem ehemaligen Nationalspieler die Vorfreude auf seine neue Aufgabe sichtlich anzumerken.


Über 13 Jahre lang lief Kehl für Borussia Dortmund auf, ehe er im Sommer 2015 seine Fußballschuhe an den Nagel hängte. "Die Distanz nach dem Ende meiner aktiven Karriere hat gut getan. Ich habe mich danach weitergebildet und meinen Horizont erweitert. Davon kann ich jetzt profitieren", erklärte der 38-Jährige vor versammelter Presserunde. Nach drei Jahren kehrt der Mittelfeldspieler wieder zu den Schwarz-Gelben zurück. "Nach dem emotionalen Abschied bei meinem letzten Heimspiel freut es mich, in neuer Funktion wieder hier zu sein", betonte der ehemalige Nationalspieler. 

"Wir haben es immer zur Vereinsphilosophie erhoben, ehemalige (Meister-)Spieler in den Verein zu integrieren", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der "Kompetenz, Charakter und Identifikation" als wichtigste Eigenschaften von Kehl nannte. "Die Organisation und Strukturierung des Lizenzspielerbereichs fällt genau so in seinen Bereich, wie er als Ansprechpartner und Bindeglied für Trainerteam und Staff agieren wird", umschrieb  Sportdirektor Michael Zorc das Aufgabengebiet des Rückkehrers.

Kehl hat sich für die Zukunft einige Ziele gesteckt. "Wir wollen eine Leistungskultur entwickeln und das Verhältnis mit den Fans wieder auf eine gesunde Ebene heben", sagte der 38-Jährige, der mit den Verantwortlichen die zurückliegende Spielzeit genau analysiert hat. "Wir haben den Bedarf entdeckt, auch rund um die Mannschaft etwas zu verändern", so Kehl. "Wir müssen viel Zeit und Kommunikation investieren. Insgesamt ist es wichtig, eine Bewusstseinsveränderung der Spieler herbeizuführen." Dortmund sei eine Arbeiterstadt und der BVB etwas Besonderes. "Hier zu arbeiten, ist ein Privileg", stellte der Publikumsliebling klar.