Hannover 96 bastelt fleißig am Kader für die zweite Bundesliga-Spielzeit nach der Rückkehr. Die Planungen in der Defensive dürften mit dem Walace-Transfer abgeschlossen sein. Im Sturm sucht man dagegen nicht erst seit dem Jonathas-Abgang nach Alternativen. 


Es hat sich schon einiges getan bei ​Hannover 96 auf dem Sommer-Transfermarkt. Neun Spieler aus dem engeren Kader von Trainer André Breitenreiter haben die Niedersachsen verlassen. Darunter mit Salif Sané, Felix Klaus und Martin Harnik drei Köpfe des letztjährigen Aufsteigers. Auf der anderen Seite stehen fünf Neuzugänge bereits fest. 

In der Innenverteidigung soll Kevin Wimmer den Abgang von Sané kompensieren. Dazu wurde Josip Elez fest gebunden. Für das zentrale Mittelfeld steht Walace als weitere Alternative parat. Der Brasilianer kommt für sechs Millionen Euro vom HSV. Im Defensivverbund dürften die Planungen deshalb weitestgehend abgeschlossen sein. Für die zentrale Verteidigung hat Breitenreiter nun fünf Spieler im Aufgebot, vier Spieler könnten potenziell die Abräumer-Rolle im zentralen Mittelfeld einnehmen. U21-Nationalspieler Waldemar Anton und Walace können dabei sowohl in letzter Linie verteidigen, als auch im Mittelfeld agieren.


Hannover weiter auf Stürmer-Suche


Der Blick von Manager Horst Heldt wird sich nun verstärkt auf die Offensive richten. Speziell im Sturmzentrum will Hannover nachlegen. Der Brasilianer Jonathas hat nach knapp einem Jahr wieder den Abflug gemacht und heuert in der Heimat an. Corinthians Sao Paulo leiht den 29-Jährigen zunächst aus, besitzt allerdings eine Kaufoption. 


Top-Torjäger Niklas Füllkrug will Hannover dagegen unbedingt halten. Den hartnäckigen ​Abwerbungsversuchen aus Gladbach hat Hannover widerstanden und soll sogar eine 20-Millionen-Euro-Offerte für den 14-Tore-Stürmer abgelehnt haben. Neben Jonathas sind aber auch schon Harnik und Charlison Benschop abgewandert. Stand jetzt steht neben Füllkrug nur Babacar Gueye als echter Mittelstürmer im Kader. Der 23-jährige Senegalese ist seit 2016 in Hannover unter Vertrag, war zuletzt aber nach Belgien verliehen.

Als Kandidaten wurden bislang die in Frankfurt und Hamburg aussortierten Branimir Hrgota und Bobby Wood ausgemacht. Die Deals mit den beiden lassen aber weiter auf sich warten. Heldt wird langsam ungeduldig und verkündete, dass man sich auch "mit anderen Spielern" beschäftige. Stipe Perica zum Beispiel. Der 22-jährige Kroate spielt bei Udinese Calcio, wo er in der abgelaufenen Spielzeit meist nur als Joker eingesetzt wurde.


Je ein Treffer und eine Vorlage standen bei 22 Spielen auf dem Konto. Keine allzu beeindruckende Bilanz. Dennoch wäre Perica wohl ein Spieler nach dem Geschmack von Präsident Martin Kind. "Wir sollten auf Spieler mit Entwicklungspotenzial setzen. Der Markt ist groß genug, um Spieler zu finden", ​erklärte dieser jüngst. Beim letztjährigen Tabellen-14. der Serie A besitzt Perica noch einen Vertrag bis 2022. Es bleibt wohl eine Frage der Ablösesumme.