Spanien: Die voraussichtliche Aufstellung gegen Russland

Am Sonntag (16 Uhr) bestreitet WM-Gastgeber Russland sein Achtelfinale und trifft dabei auf Spanien. Die 'Furia Roja' erreichte die Runde der letzten 16 als Gruppensieger vor Portugal, hatte aber nach dem Wirbel um die Entlassung von Julen Lopetegui mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und gewann lediglich ein Gruppenspiel (1:0 gegen den Iran). Allen voran die letzte Partie gegen Marokko (2:2) warf kein gutes Licht auf den Weltmeister von 2010, der rein nominell jedoch als Favorit in die Partie gegen Russland gehen wird.


Interimstrainer und Sportdirektor Fernando Hierro wird aus dem Vollen schöpfen können, demnach wird es wohl kaum Veränderungen in der Startaufstellung geben. Im Folgenden präsentieren wir eine Variante, wie die Iberer morgen auflaufen könnten.

1. Torwart: David de Gea

Eigentlich gilt David de Gea als einer der besten Torhüter der Welt, doch im bisherigen Turnierverlauf machte der 27-Jährige, der bereits fünf Gegentore hinnehmen musste, mit dem ein oder anderen Fehler auf sich aufmerksam. Den Anfang machte die Partie gegen Portugal, in der er mit dem Versuch, einen Schuss abzufangen, scheiterte, woraufhin der Europameister mit 2:1 in Führung ging. 


Ähnlich wie die gesamte Mannschaft ist de Gea bislang noch nicht so recht in Russland angekommen, doch in der K.O-Phase wird er sich steigern müssen, wenn die Spanier den zweiten Weltmeistertitel in ihrer Geschichte einfahren wollen.

2. Abwehr: Jordi Alba

Im Dress der spanischen Nationalmannschaft ist Jordi Alba eine Bank. Der Linksverteidiger verpasste seit Oktober vergangenen Jahres kein Länderspiel mehr und wurde nur dann außen vor gelassen, wenn es gegen vermeintlich kleine Nationen ging. Gegenüber Konkurrent Mario Rui hat der 29-jährige Titelsammler des FC Barcelona einen großen Vorsprung inne und dürfte daher auch gegen den WM-Gastgeber in der Startelf stehen.

3. Abwehr: Gerard Pique

Ähnlich ergeht es auch Gerard Pique, der gegen Marokko sein insgesamt 100. Länderspiel  bestritt. Seit seinem Debüt im Februar 2009 verpasste er kaum einen Einsatz und verpasste beim Titelgewinn in Südafrika keine einzige Minute auf dem Platz. Gemeinsam mit Sergio Ramos bildet er seit Jahren das Innenverteidiger-Duo der Iberer, ein Ende in der Nationalmannschaft ist noch nicht in Sicht.

4. Abwehr: Sergio Ramos

Im Gesamtgefüge der Mannschaft ist Sergio Ramos wohl der wichtigste Faktor. Der 32-Jährige  ist ähnlich wie bei Real Madrid Kapitän der Mannschaft und gilt als absoluter Anführer. Aufgrund seiner Mentalität reißt er seine Mitspieler mit und ist darauf aus, die 'Furia Roja' in diesem Jahr zur Weltmeisterschaft zu führen, nachdem er in den vergangenen drei Jahren mit Real die Champions League gewann. 

5. Abwehr: Dani Carvajal

Dani Carvajal hingegen hat in seiner Nationalmannschafts-Karriere mit einigen Problemen zu kämpfen. Der ehemalige Leverkusener fehlte immer wieder aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten und sammelte daher seit seinem Debüt im Jahr 2014 erst 15 Länderspiele. Aufgrund seiner Auswechslung im Champions-League-Finale befürchteten nicht wenige ein WM-Aus des Rechtsverteidigers, doch Carvajal wurde rechtzeitig fit. Gegen Marokko wurde er geschont, doch im Achtelfinale dürfte er wieder auf dem Platz stehen.

6. Mittelfeld: Sergio Busquets

Im zentralen Mittelfeld ist Sergio Busquets gesetzt. Der 29-jährige Routinier nimmt dabei die defensivere Position ein und ist daher besonders gegen den Ball ein wichtiges Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld. Sowohl beim FC Barcelona als auch in der Nationalmannschaft ist er auf dieser Position nicht mehr wegzudenken, weshalb er auch für den Rest des Turniers zum Einsatz kommen wird.

7. Mittelfeld: Andres Iniesta

Vom FC Barcelona hat sich Andres Iniesta mittlerweile verabschiedet und auch bei der 'Furia Roja' wird sich seine Zeit nach dem Turnier dem Ende zuneigen. Im Mittelfeld wird der 34-Jährige, der in seiner Karriere jeden erdenklichen Titel gewonnen hat, eine große Lücke hinterlassen, die nur schwer zu schließen sein wird. Neben seiner Übersicht und seiner Genialität im Passspiel wird man ihn allerdings dafür in Erinnerung behalten, dass er im WM-Finale in Südafrika das Siegtor gegen die Niederlande erzielt hat.

8. Mittelfeld: Koke

Komplettiert wird die Zentrale aller Voraussicht nach von Koke. Der 26-Jährige wurde vor knapp fünf Jahren erstmals von Vicente del Bosque nominiert und war seither eine feste Größe innerhalb der Mannschaft. Der Mittelfeldspieler von Atletico Madrid spielte bislang gegen Portugal über 90 Minuten, wurde gegen den Iran allerdings erst in der Schlussphase eingewechselt und blieb gegen Marokko über 90 Minuten auf der Bank. Sollte Hierro Koke erneut auf die Bank setzen, winkt Thiago Alcantara möglicherweise ein erneuter Startelf-Einsatz.

9. Angriff: Isco

Bei Real Madrid hat Isco keinen Stammplatz inne, doch in der Nationalmannschaft sah das zuletzt anders aus. Der 26-Jährige ist seit Oktober 2016 stets dabei und absolvierte in seinen bisherigen 29 Länderspielen zehn Tore. Im bisherigen Turnierverlauf stand er in allen drei Gruppenspielen über 90 Minuten auf dem Platz und erzielte gegen Marokko seinen allerersten Treffer bei einer Weltmeisterschaft.

10. Angriff: David Silva

David Silva ist bereits seit zwölf Jahren Teil der Nationalmannschaft und absolvierte bislang 124 Spiele, in denen er 37 Mal als Torschütze zur Stelle war. Der Offensivspieler von Manchester City ist variabel einsetzbar und wurde daher zwei Mal auf dem rechten Flügel und einmal im zentralen Mittelfeld aufgestellt. Gegen Russland dürfte er aller Voraussicht nach wieder etwas offensiver beginnen, um Stürmer Diego Costa zu unterstützen.

11. Angriff: Diego Costa

Diego Costa hatte im vergangenen Jahr einen schwierigen Stand in der Nationalmannschaft, doch seit März dieses Jahres kam er wieder regelmäßiger zum Einsatz und trug am meisten dazu bei, dass die Mannschaft von Fernando Hierro das Achtelfinale als Gruppensieger erreichte. Neben seinem Doppelpack gegen Portugal erzielte er den Treffer zum 1:0-Endstand gegen den Iran und wird auch gegen die 'Sbornaja' wieder voll gefordert sein. In wichtigen Spielen ist er aufgrund seiner Spielweise kaum zu ersetzen, weshalb er ein wichtiger Erfolgsgarant ist.