The official logo is displayed before the Russia 2018 World Cup Group D football match between Nigeria and Argentina at the Saint Petersburg Stadium in Saint Petersburg on June 26, 2018. (Photo by Kirill KUDRYAVTSEV / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - NO MOBILE PUSH ALERTS/DOWNLOADS        (Photo credit should read KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP/Getty Images)

Tore, Vorlagen, Karten: Die WM-Vorrunde in Zahlen

Mit dem ersten WM-Sieg Tunesiens seit 40 Jahren ist am gestrigen Donnerstag die Gruppenphase der Weltmeisterschaft in Russland zu Ende gegangen. Morgen wird das Achtelfinale mit dem Topspiel Frankreich gegen Argentinien eröffnet. Zuvor soll an dieser Stelle aber ein Blick zurück auf die wichtigsten Statistiken der Gruppenphase geworfen werden. Hier kommt die WM-Vorrunde in Zahlen:

1. Torjäger

1. Harry Kane, England - 5 Tore:

Der Starstürmer von den Tottenham Hotspur und 24-jährige Kapitän der Three Lions erzielte fünf der acht Treffer der englischen Nationalmannschaft; zwei davon waren Elfmetertore gegen Panama.


2. Romelu Lukaku, Belgien - 4 Tore:

Der 25-jährige Stoßstürmer erzielte vier von Belgiens neun Treffern, die damit die gefährlichste Offensive der Gruppenphase stellten. Lukaku saß wie Kane im dritten Spiel um den lukrativeren zweiten Platz in der Gruppe nur auf der Bank. 


2. Cristiano Ronaldo, Portugal - 4 Tore:

Ronaldo war wie immer der mit Abstand wichtigste Mann Portugals und erzielte vier der fünf Tore des amtierenden Europameisters. Portual trifft im Achtelfinale auf die noch gegentorlose Abwehr Uruguays.


4. Denis Cheryshev, Russland - 3 Tore:

Cheryshev erzielte im Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien ein Traumtor mit dem Außenrist und war auch sonst das kreativste Element im russischen Offensivspiel. 


4. Diego Costa, Spanien - 3 Tore:

Der Mittelstürmer von Atletico Madrid hatte mit seinen Toren gegen Portugal und den Iran großen Anteil am Gruppensieg der Iberer, die nun auf Gastgeber Russland treffen. 

2. Assists

1. Wahbi Khazri, Tunesien - 2 Vorlagen:

Der 27-jährige Mittelfeldspieler, der zuletzt für Stade Rennes spielte, sorgte beim tunesischen 2:1-Sieg gegen Panama fast im Alleingang dafür, dass Tunesien seinen ersten WM-Sieg seit 1978 feiern konnte. Neben zwei Assists gelangen Khazri bei der WM auch zwei Tore. 


1. Juan Quintero, Kolumbien - 2 Vorlagen:

Quintero musste über weite Strecken des ersten und des letzten Gruppenspiels den angeschlagenen Spielmacher James Rodriguez ersetzen und machte seine Sache gut. Dem 25-Jährigen vom FC Porto gelangen zwei Vorlagen und ein Tor. 


1. Aleksandr Golovin, Russland - 2 Vorlagen:

Golovin ist der Hoffnungsträger des russischen Fußballs. Der 22-jährige Mittelfeldspieler war bisher am meisten für das Aufbauspiel und die entscheidenden Pässe im russischen Spiel verantwortlich. 


1. Kevin de Bruyne, Belgien - 2 Vorlagen:

Der Mittelfeld-Star vom englischen Meister Manchester City ist wie im Verein auch in der belgischen Nationalmannschaft das Hirn der Mannschaft. Er setzt den belgischen Topsturm rund um Lukaku, Hazard und Mertens in Szene.


1. James Rodriguez, Kolumbien - 2 Vorlagen:

Obwohl Bayerns James aufgrund muskulärer Probleme nur im zweiten Spiel durchspielen konnte, zeigte er dort seine Klasse. Beim deutlichen 3:0 gegen Polen war James der beste Mann auf dem Platz.


Weitere: Raheem Sterling (England), Marcus Berg (Schweden), Carlos Sanchez (Uruguay) und Yuri Tielemans (Belgien) mit je 2 Vorlagen.

3. Beste Torhüter

1. Fernando Muslera, Uruguay - 3 Spiele zu Null, 100 Prozent Abwehrquote:

Uruguay ist die einzige Mannschaft, die in allen drei Gruppenspielen ohne Gegentor blieb. Muslera ist somit auch der einzige Torwart, der alle Spiele machte und dabei nicht hinter sich greifen musste. Im Achtelfinale trifft Uruguays Abwehr auf Cristiano Ronaldo und Portugal.


2. Danijel Subasic, Kroatien - 2 Spiele zu Null, 100 Prozent Abwehrquote:

Subasic stand für den souveränen Gruppensieger Kroatien nur in den ersten beiden Spielen im Tor und bekam im letzten Gruppenspiel eine Pause. Subasic hielt unter anderem beim klaren Sieg gegen Argentinien die Null.


3. Kasper Schmeichel, Dänemark - 2 Spiele zu Null, 93 Prozent Abwehrquote:

Schmeichel hatte mit seinen 14 Abwehraktionen einen großen Anteil daran, dass Dänemark als Gruppenzweiter die KO-Runde erreichte. Vor allem gegen Peru sicherte der Keeper den Dänen den knappen 1:0 Sieg.


4. David Ospina, Kolumbien - 2 Spiele zu Null, 82 Prozent Abwehrquote:

Ospina muss bereits früh im Turnier hinter sich greifen, als es im ersten Spiel schon nach drei Minuten einen Elfmeter für Japan gab. In den folgenden zwei Spielen konnte Ospina seinen Kasten aber sauber halten und den Kolumbianern so den Gruppensieg sichern.


5. Jo Hyeonwoo, Südkorea - 1 Spiel zu Null, 81 Prozent Abwehrquote:

Hyeonwoo konnte zwar nur gegen den dadurch ausgeschiedenen Weltmeister Deutschland zu Null spielen, zeigte allerdings in allen drei Spielen eine starke Torwartleistung und 13 Paraden. 


5. Guillermo Ochoa, Mexiko - 1 Spiel zu Null, 81 Prozent Abwehrquote:

Ochoa bekam im letzten Spiel gegen Schweden drei Gegentore, was seinen Schnitt verschlechterte. Allerdings zeigte der Mexikaner mit 17 Paraden die meisten aller Torhüter. 

4. Teams mit den meisten Toren

1. Belgien - 9 Tore:

Die hochklassig besetzte belgische Offensive um Romelu Lukaku, Eden Hazard, Dries Mertens und Kevin de Bruyne konnte die meisten Tore erzielen. Fünf der neun Treffern gelangen gegen Tunesien. Belgiens Offensive scheint in der Breite die beste des Turniers zu sein.


2. Russland - 8 Tore:

Gastgeber Russland war bisher das effektivste Team vor dem Tor: Aus nur 29 Torschüssen gelangen acht Treffer - das heißt jeder vierte Abschluss war auch ein Tor. Zum Vergleich: Deutschland gab mit fast 70 Schüssen die mit Abstand meisten aller Teams bei der WM ab, erzielte aber nur zwei Tore - das entspricht einer unterirdischen Toreffizienz von nur drei Prozent.


2. England - 8 Tore:

Auch England konnte wie Belgien in der schwachen Gruppe G viele Treffer erzielen; allein sechs der acht Treffer gelangen gegen Panama. Besonders auffällig: England erzielte den Großteil seiner Treffer (6 von 8) nach Standards, und Toptorjäger Kane erzielte mehr Treffer, als der Rest des englischen Teams zusammen.


4. Kroatien - 7 Tore:

Auch Kroatien war sehr effizient vor dem Tor und brauchte nur fünf Schüsse pro Treffer. Gegen Argentinien konnten man mit einer meisterhaften taktischen Leistung klar 3:0 gewinnen.


5. Spanien - 6 Tore:

Spaniens sechs Tore sind maßgeblich durch das torreiche 3:3 Unentschieden gegen Portugal zum Auftakt und die Torgefahr von Diego Costa gekennzeichnet, der die Hälfte der spanischen Tore erzielte. 

5. Teams mit den meisten Gegentoren

1. Panama - 11 Gegentore:

Ein 1:6 gegen England und ein 0:3 gegen Belgien bedeuten die mit Abstand meisten Gegentore für den WM-Debütanten Panama. 


2. Tunesien - 8 Gegentore:

Auch der andere Teilnehmer der Gruppe H findet sich weit oben in diesem Ranking. Während man gegen England nur durch ein spätes Gegentor nach einer Ecke verlor, versuchte man gegen Belgien mitzuspielen und unterlag mit 2:5. 


3. Saudi-Arabien - 7 Gegentore:

Die Saudis zeigten nach vorne gute Ansätze und konnten sogar das Spiel gegen Ägypten für sich entscheiden. Fünf der sieben Gegentore bekam man schon im Auftaktspiel gegen Russland. Besonders skurril: In jedem der drei Gruppenspiele wurde ein anderer Torwart eingesetzt.


4. Ägypten - 6 Gegentore:

Die Verletzung von Topstar Mo Salah wog offensichtlich zu schwer, weshalb man im entscheidenden Spiel gegen Russland unterlag und sich auch am letzten Spieltag gegen Saudi-Arabien nicht mehr motivieren konnte.


5. Argentinien - 5 Gegentore:

Die Argentinier erreichten nach dem 0:3 gegen Kroatien trotz einer negativen Tordifferenz von -2 noch die KO-Runde. 

Mit Mexiko gibt es ein weiteres Team, das trotz negativer Tordifferenz das Achtelfinale erreichte, und mit Spanien sogar einen Gruppensieger mit fünf Gegentoren.


Weitere: Spanien, Island, Australien, Polen und Costa Rica mit je 5 Gegentoren.

6. Fairste Teams

1. Spanien - 1 Gelbe Karte:

Trotz dreier hitziger und jeweils enger Spiele gegen Portugal, Iran und Marokko erhielten die Iberer insgesamt nur eine Gelbe Karte.


1. Uruguay - 1 Gelbe Karte:

Die Südamerikaner spielten wie immer sehr robust und ließen als einzige Mannschaft kein Gegentor zu. Dennoch gab es nur eine Verwarnung gegen das Team rund um Luis Suarez.


1. Saudi-Arabien - 1 Gelbe Karte:

Die saudische Mannschaft versuchte seine spielerische Unterlegenheit nicht durch Härte, sondern durch eigene Offensivbemühungen auszugleichen, und wurde mit dem Sieg gegen Ägypten dafür belohnt. 


4. England - 2 Gelbe Karten:

Wäre das letzte Spiel gegen Belgien unentschieden ausgegangen, wären die Engländer aufgrund der Fairplay-Wertung Gruppenerster geworden. Durch die Niederlage wurde man stattdessen Zweiter und würde so in einem möglichen Viertelfinale nicht gegen Brasilien, sondern gegen Schweden oder die Schweiz spielen.


5. Island, Polen, Frankreich und Brasilien mit je 3 Gelben Karten.

7. Unfairste Teams

1. Panama - 11 Gelbe Karten:

Die WM-Neulinge versuchten sich mit Zweikampfhärte gegen die individuelle Qualität der Belgier und Engländer zu wehren - das gelang nicht: Den meisten Gelben Karten stehen die meisten Gegentore gegenüber.


2. Südkorea - 10 Gelbe Karten:

Die den Schweden und Deutschen (beide in den Top-5 der durchschnittlich größten und schwersten Spieler) körperlich unterlegenen Südkoreaner spielten sehr aggressiv und verwickelten die Gegenspieler über den ganzen Platz in direkte Zweikämpfe - zehn Verwarnungen sind die Folge.


3. Serbien - 9 Gelbe Karten:

Die Serben stellten das im Schnitt größte Team des Turniers und versuchten sich durch viele Kopfbälle und Luftkämpfe durchzusetzen. Dabei ging es teilweise zu hart zur Sache, weshalb Mittelstürmer Aleksandar Mitrovic und Sechser Nemanja Matic jeweils zweimal Gelb sahen.


4. Marokko - 8 Gelbe Karten:

Die Marokkaner spielten mit viel Leidenschaft, schlugen dabei aber vor allem im letzten Spiel gegen Spanien über die Stränge. 


4. Kroatien - 8 Gelbe Karten:

Die Kroaten wussten sich gegen die körperlich robusten Isländer und die heißblütigen Argentinier zu behaupten und teilten auch selbst aus, stellten sich dabei aber clever an: Kein Kroate sammelte mehr als eine gelbe Karte in der Gruppenphase.


Einzige Rote Karten:

Gelb-Rot für den Russen Igor Smolnikov, Rot für das absichtliche Handspiel zur Verhinderung einer klaren Torchance des Kolumbianers Carlos Sanchez, und Gelb-Rot für Jerome Boateng gegen Schweden.