​Nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr will sich ​Hannover 96 wieder dauerhaft in der Bundesliga etablieren. Um diesen Plan zu verwirklichen, plädiert Präsident Martin Kind für eine andere Transferstrategie. Der 74-Jährige stellte zudem unmissverständlich klar, dass in naher Zukunft nicht an der Gehaltsobergrenze gerüttelt wird.


Die Niedersachsen brachten in dieser Woche ihren sechsten Neuzugang unter Dach und Fach. ​Vom Hamburger SV wechselte Walace nach Hannover. Sechs Millionen Euro Ablöse wurden für den 23-Jährigen fällig. Die Verpflichtung des Brasilianers dürfte ganz nach dem Geschmack von Kind gewesen sein. "Wir sollten auf Spieler mit Entwicklungspotenzial setzen. Der Markt ist groß genug, um Spieler zu finden", erklärte der Präsident gegenüber Sportbuzzer

"Teure Spieler kaufen, um die Garantie zu haben, dass sie uns helfen, dass kann nicht unser Weg sein", führte der 74-Jährige weiter aus. Damit spielte der Klubboss wohl auf den Jonathas-Transfer an. Der 29-jährige Mittelstürmer wurde im vergangenen Sommer für neun Millionen Euro Ablöse verpflichtet. Aufgrund von Verletzungen bestritt der Rekord-Neuzugang allerdings nur 13 Pflichtspiele. 


Kind hat auch in Sachen Spielergehälter klare Vorstellungen. Der Präsident ließ im Interview verlauten, dass die  Zwei-Millionen-Euro-Grenze pro Jahr jüngst geknackt wurde. "Es ist schon viel, was wir jetzt zahlen. Aber in Relation zum Markt ist es noch moderat. Die Zahlen, die ich von anderen Vereinen höre, sind da doch noch deutlich anders", erklärte der 74-Jährige, der in den nächsten Jahren an einer gewissen Gehaltsobergrenze festhalten will. 

Hamburger SV v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Kam vom Hamburger SV: Walace


"Drei Millionen Euro Gehalt pro Saison werden wir nicht zahlen. Das würde die Struktur von 96 aushebeln. Das wäre kontraproduktiv", betonte Kind. Der Klubboss kündigte zudem an, dass die Gehälter von Leistungsträgern mit älteren Verträgen angepasst werden sollen.