In der kommenden Woche reist der FC Schalke nach China. Gleich sieben Spieler aus der U19 sind dabei und erhalten im Reich der Mitte die Chance, sich bei Domenico Tedesco für höhere Aufgaben zu empfehlen. Es ist der Startschuss der großen Pläne unter dem neuen Chef der Knappenschmiede Peter Knäbel.


Den Worten von Peter Knäbel will ​Schalke 04 offenbar gleich Taten folgen lassen. Der neue Chef der Knappenschmiede hatte am Donnerstag sein ​Konzept für die Nachwuchsförderung auf Schalke öffentlich vorgestellt. Wichtigster Punkt: Die Durchlässigkeit der Talente zu den Profis. Zuletzt gelang das bei Thilo Kehrer und Leroy Sané 2015, die in der Folge eine wichtige Rolle im Bundesliga-Team eingenommen haben. Bei US-Youngster Weston McKennie war das ebenfalls der Fall, der 19-Jährige spielte aber nur ein Jahr in der Schalker Jugend.


Nun sollen sieben Spieler aus der U19 von Norbert Elgert die Chance erhalten, sich bei Trainer Domenico Tedesco zu empfehlen. Lennart Czyborra, Niklas Wiemann (Abwehr), Jannis Kübler, Nassim Boujellab, Benjamin Goller (Mittelfeld), Florian Krüger und Ahmed Kutucu (Angriff) treten in der kommenden Woche mit den Profis die ​Reise nach China an. "Norbert Elgert hat es vor allem übers Kollektiv gelöst“, sagte Knäbel über die aktuelle Situation in der A-Jugend. Vielleicht schafft genau deswegen jetzt mal einer den Sprung in die Bundesliga, "von dem man es nicht sofort erwartet“, so die Hoffnung.


Es soll in jedem Fall ein Fingerzeig für die künftige Ausrichtung werden. "Wir haben Großes vor im Bereich der Jugend“, erklärte Sportvorstand Christian Heidel am Donnerstag. "Die Bagger baggern nicht nur für unsere Profis, sondern noch mehr für die Jugend“, so der Knappen-Sportchef weiter. Am Vereinsgeländer Berger Feld laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

Es soll wieder Stars auf Schalke mit großem Identifikationsfaktor geben. Die Vergangenheit diene als bestes Beispiel, befand Knäbel: "Sehr, sehr viele Top-Stars, die Schalke hervorgebracht hat, kommen hier aus der Umgebung.“ Gemeint sind etwa Manuel Neuer und Mesut Özil, die direkt aus Gelsenkirchen kommen. Julian Draxler ist in Gladbeck geboren, Leroy Sané kommt aus Wattenscheid, Benedikt Höwedes aus Haltern, Joel Matip aus Bochum. "Gelsenkirchen und Umgebung ist ein wahnsinnig schöner Talentpool. Ich sage gar nicht, dass da nicht wieder solche Spieler dabei sind“, betonte Knäbel die Rückkehr des Schalker Fokus auf Talente aus der Umgebung.