Aleksandr Golovin ist das wohl größte Talent von WM-Gastgeber Russland und einer der Shootingstars des laufenden Turniers. Im Tauziehen um den Youngster hat offenbar der FC Chelsea den Zuschlag gewonnen; Juventus Turin hingegen geht leer aus.


​Die Hinhaltetaktik von ZSKA Moskau geht bislang voll auf. Der russische Vizemeister gibt sich weiter geduldig hinsichtlich eines möglichen Verkaufs von Aleksandr Golovin. Der 22-jährige Mittelfeldspieler ist derzeit wohl das größte Talent in den Reihen des ​WM-Gastgebers und überzeugte in der Gruppenphase mit einem Treffer und zwei Vorlagen. Beim letzten Gruppenspiel gegen Uruguay wurde Golovin geschont.

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Zum Auftakt gegen Saudi-Arabien gelang Golovin ein herrlicher Freistoßtreffer



Der Marktwert des technisch hochveranlagten Youngsters dürfte seit Turnierstart ordentlich gestiegen sein. Schon ​vor der WM soll Juventus Turin interessiert gewesen sein. Am Dienstag berichtete der italienische Transfermarkt-Experte Gianluca Di Marzio von einem konkreten Angebot der Bianconeri, das ​ZSKA aber dankend abgelehnt haben soll. 19 Millionen Euro plus weitere Boni und eine Wiederverkaufsbeteiligung von zehn Prozent waren den Russen nicht genug.


Offenbar aus gutem Grund. Denn wie ein weiterer Transfer-Experte am Donnerstagabend twitterte, soll Juve Konkurrenz von der Insel bekommen. Der Italiener Fabrizio Romano ist in England bestens bewandert. Er schreibt, dass der ​FC Chelsea in den Golovin-Poker eingestiegen ist und mit ZSKA bereits Gespräche aufgenommen hat. Schon im April machten Gerüchte die Runde, wonach ​Blues-Eigentümer Roman Abramowitsch seinen Landsmann an der Stamford Bridge sehen wolle​Juve auf der anderen Seite, sei nicht bereit, ein verbessertes Angebot für den 22-Jährigen abzugeben.

Solange der Gastgeber sich noch im Turnier befindet, wird es wohl keinen Transfer geben - weder zu Chelsea noch zu Juve. Der russische Vizemeister hält alle Trümpfe in der Hand, Golovin steht noch bis 2021 unter Vertrag. Am Sonntag könnte allerdings Bewegung in die Situation kommen. Dann gehen die Russen als krasser Außenseiter in ihr Achtelfinal-Duell mit Spanien (16 Uhr). Spielt Golovin gegen den Titelfavoriten groß auf, winken ZSKA weitere Millionen.