​Zum Abschluss der Gruppenphase kam es mit dem Aufeinandertreffen zwischen den beiden Underdogs Panama und Tunesien zu einem sportlich unwichtigen Spiel. Beide Nationen waren nach den Niederlagen gegen Belgien und England bereits frühzeitig ausgeschieden und hatten nichts mehr zu verlieren. Dementsprechend entspannt konnten die beiden Teams die Aufgabe angehen, und dennoch war die Partie, die Tunesien am Ende mit 2:1 für sich entschied, keineswegs schwach.


So begannen beide Nationen:


Panama: Jaime Penedo - Adolfo Machado, Román Torres, Fidel Escobar, Luis Ovalle - Gabriel Gómez - Edgar Bárcenas, Ricardo Avila, Aníbal Godoy, Jose Luis Rodriguez - Gabriel Torres

Tunesien: Aymen Mathlouthi - Hamdi Nagguez, Rami Bedoui, Yassine Meriah, Oussama Haddadi - Ghilane Chaalali, Ellyes Skhiri, Ferjani Sassi - Fakhreddine Ben Youssef, Wahbi Khazri, Naim Sliti


Beide Teams machten von Anfang an klar, dass es für sie nur in eine Richtung geht: Nach vorne. Taktisch geprägt war das Spiel keineswegs, das brauchte es aber auch nicht sein - ganz zur Freude der Fans, die von Beginn an für gute Stimmung sorgten. So kam Panama durch den Freistoß von Ricardo Avila zu einer kleinen Chance (4.), aber auch Tunesien kam durch Khazri vors Tor (6.), doch gefährlich wurde es nicht wirklich.


Spannend und unterhaltsam 


Daraufhin beruhigte sich die Begegnung zwar ein wenig, doch sie war, im Gegensatz zum Parallel-Spiel zwischen England und Belgien, unterhaltsam und keineswegs langweilig. Kurios wurde es jedoch im weiteren Spielverlauf. Der Tunesier Yassine Meriah fälschte einen ungefährlichen Schuss von Jose Luis Rodriguez ab, der Ball kullerte daraufhin in den Kasten der Afrikaner zur 1:0-Führung Panamas (31.).

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Bejubelten den Treffer zur Führung: Panamas Nationalspieler


Mit diesem Stand ging es dann auch in die Halbzeit. Die Spieler kämpften noch einmal auf der großen Fußballbühne und man konnte den Akteuren ansehen, dass sich der eine oder andere noch einmal für Scouts ins Visier spielen wollte. 


Tunesien nahm das Ruder an sich


Nach Beginn der zweiten Hälfte wurde schnell klar, dass das Spiel munter weiter gehen wird. Doch das Momentum lag im zweiten Durchgang auf Seiten von Tunesien. Nach einer guten Kombination kam der Ball in der Mitte auf Ben Youseff, der den Ball nur noch einschieben musste und das 1:1 markierte (53.). 


Daraufhin wackelte Panama gewaltig und Tunesien nutzte diese Situation eiskalt aus. Wahbi Khazri hatte auf der linken Seite das Auge für Oussama Haddadi, der lässig zur 1:2-Führung einschob und das Spiel somit binnen weniger Minuten drehte (66.).

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Bejubelten den Treffer zum 1:2: Die Tunesier


Der Treffer war wohl der Knock-Out-Schlag für die Mittelamerikaner, die sich jedoch keinesfalls aufgaben und sogar noch einen Treffer erzielen konnten. Barcenas traf für Panama, doch Schiedsrichter Schukralla pfiff ein vermeintliches Foulspiel, das es im Vorfeld der Aktion gegeben haben soll, ab (71.). Eine umstrittene Entscheidung, die auch trotz der Fernsehbilder nicht eindeutig geklärt werden konnte. 


Nichtsdestotrotz zählte der Treffer nicht und so blieb es am Ende der Begegnung beim 1:2 für Tunesien. Trotz des Kampfes der Panamaer ging dieses Ergebnis am Ende in Ordnung und beide Teams verabschiedeten sich ordentlich von der WM.