​Christian Früchtl kommt aus der Jugend des ​FC Bayern München und fungiert als dritter Torwart beim Rekordmeister. Der erst 18-Jährige spricht im Bild-Interview über die neuen Aufgaben, die ihn erwarten.


Ab nächster Saison hat der FC Bayern wieder zwei waschechte Münchner aus der eigenen Jugend auf dem Platz stehen. Neben Thomas Müller gehört dann auch Christian Früchtl zum Kader des Rekordmeisters. 


Früchtl kommt aus Bischofsmais und spielt seit 2014 für die Jugend der Münchner. Nun hat er einen Vertrag bei den Profis bis 2020 und ist hinter Manuel Neuer und Sven Ulreich die Nummer drei im Tor der Bayern.


Im Interview mit der Bild-Zeitung versteckt der 18-Jährige seinen bayrischen Akzent nicht und bleibt bescheiden. Trotz Profi-Vertrag weiß Früchtl, dass er sich erst beweisen muss:"Ich habe aber noch nichts erreicht, nur die Chance bekommen, mich zu beweisen. Das freut mich riesig, nur weiß ich auch: Ab jetzt wird es noch schwerer, weil nur die Allerbesten weiterkommen." 

FC Bayern Muenchen - Doha Training Camp Day 2

Früchtl neben seinem Vorbild: Welttorhüter Manuel Neuer 



Besonders auf das Training mit den Profis freut sich der junge Torwart: "Mit Manuel Neuer und Sven Ulreich täglich zu trainieren, finde ich sensationell." Manuel Neuer ist für Früchtl ein Vorbild und er lobt seine Arbeit: "Manu ist ein großes Vorbild für mich, schon seit meiner Kindheit, als ich noch in Niederbayern gespielt habe. [...] Manu ist der beste Torhüter der Welt, der wie keiner vor ihm die Torwart-Rolle weiterentwickelt hat und intelligent mitspielt, so dass ihm möglichst wenig Bälle um die Ohren fliegen. Das ist Intuition, aber auch eine riesige Erfahrung. Da kann ich mir noch viel abschauen."


Im Training erhält er von beiden Torhütern hilfreiche Tipps. Aber auch das Training mit Torwarttrainer Toni Tapalovic hilft dem 18-jährigen Torwart-Juwel, zu einer Torwart-Legende heranzureifen: "Er sieht vor allem sofort mögliche Schwächen und Fehler und kann das Training so steuern, dass ich mich immer weiterentwickle. Er hat die besten Keeper trainiert, kann vergleichen und weiß mit seiner Erfahrung, worauf es ankommt."


Christian Früchtl weiß aber auch, dass seine Rolle als Torwart-Juwel keine Garantie für ein leichtes Leben bei den Bayern sein wird. Schon viele sind vor ihm gescheitert. Aber der aufstrebende Spieler zeigt keine Scheu oder Angst: "Wenn ich Angst hätte, könnte ich gleich einpacken. Aber natürlich habe ich Respekt. Es ist eben nicht irgendein Verein, es ist der Verein eines Welt-Torhüters."


Der Torwart wird in seiner ersten Profi-Saison alles geben, um dann vielleicht irgendwann sein Vorbild Manuel Neuer zu beerben.