​Der Hamburger SV muss nach dem Abstieg künftig ohne die Millionen von Investor Klaus-Michael Kühne auskommen. Wie der Logistikmilliardär ankündigte, werde er seinen Lieblingsklub ab sofort nicht mehr mit finanziellen Mitteln unterstützen. Im Gegenzug soll der 81-Jährige nun aber die Rückzahlung aller von ihm zur Verfügung gestellten Darlehen verlangen. 


Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, könnte der ​Rückzug von Kühne als Geldgeber den ohnehin schon finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Hamburger SV viele Millionen Euro kosten. Der langjährige Investor hatte in der SPORT BILD erklärt, sich zurückzuziehen, da sein "Wunsch, meine Anteile langfristig aufstocken zu können, nicht respektiert" wird. Auch wenn der Logistikfachmann sich in der Vergangenheit bereits mehrfach in diese Richtung geäußert hatte, meine er es laut eigener Aussage nun wirklich ernst.



Nachdem sein Wunsch, weitere Anteile zu erwerben, von Seiten des ​HSV um Vorstandschef Bernd Hoffmann abgelehnt wurde, obwohl man laut Kühne zwischenzeitlich sogar vor einer Einigung stand, besteht der Investor nun auf die Rückzahlung der von ihm zur Verfügung gestellten Darlehen. Mit der Unterstützung des 81-Jährigen hatten die Rothosen die Transfers von Filip Kostic, Douglas Santos und Alen Halilovic finanziert. Sollte man die Spieler nun also abgeben, würde ein Großteil der Ablöse an Kühne fließen. Auch sein Büro bestätigte dies auf Anfrage. "Soweit Herr Kühne im Zusammenhang mit Spielerverkäufen der Hamburger SV Fußball AG daraus Ansprüche ableiten kann, wird er dies tun, und soweit Darlehen gewährt wurden, auf deren volle Rückzahlung Wert legen."


Während die Zusammenarbeit nun also vorerst endgültig auf Eis liegt, könnte sich dies spätestens im kommenden Jahr wieder ändern. Dann geht es um die Verlängerung der Namensrechte am Volksparkstadion. Für diese kassiert der HSV nämlich ebenfalls jährlich vier Millionen Euro - von Klaus-Michael Kühne.