Hannover-Präsident Martin Kind ging jüngst von einem Verbleib von Angreifer Jonathas aus. Der Brasilianer fehlte allerdings beim Vorbereitungsauftakt. Offiziell "aus privaten Gründen". Dem 29-Jährigen sollen drei konkrete Angebote vorliegen - der wahre Grund für sein Fehlen?


Das Stürmer-Roulette bei ​Hannover 96 dreht sich munter weiter. Top-Torjäger Niclas Füllkrug liebäugelt weiter mit einem Abgang zu Borussia Mönchengladbach. Hannover hofft, trotz des ​"fairen Angebots" der Fohlen, den 25-Jährigen halten zu können.

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Bleibt er oder geht er doch? 96-Präsident Martin Kind lässt die Zukunft von Niclas Füllkrug im 96-Trikot offen


Vielmehr will 96 weiter aufrüsten: Bobby Wood (HSV) und Branimir Hrgota (Eintracht Frankfurt) könnten zu den Niedersachsen wechseln. Beide Transfers sollen sich auf der Zielgeraden befinden. Wood und Hrgota wären Ersatz für die abgewanderten Martin Harnik (Bremen) und Charlison Benschop (Ingolstadt). Im Kader von Trainer André Breitenreiter stünden dann weiterhin vier Angreifer.


Falls der Brasilianer Jonathas bleibt. Der Mittelstürmer fehlte am Dienstag überraschend beim ersten Teil des Medizin-Checks. Alle Profis werden drei Tage lang auf Herz und Nieren geprüft: Eine sportmedizinische Untersuchung und Termine beim Augen-, Zahn- und HNO-Arzt stehen auf dem Programm. Jonathas weilte aus "privaten Gründen" in der Heimat, soll erst zum offiziellen Trainingsstart am Montag in Hannover sein, erklärte Manager Horst Heldt. "Das ist mit dem Trainer und mir so abgesprochen“, beteuerte Heldt gegenüber der ​Bild.

Ob die Gründe aber wirklich so privat sind, ist fraglich. Nach Informationen des Boulevard-Blatts liegen dem 29-Jährigen drei Angebote vor. Eines aus der Heimat von Corinthians Sao Paulo. Über das Interesse des brasilianischen Traditionsklubs wird schon länger spekuliert. Daneben sollen gleich mehrere Vereine aus der Türkei die Fühler ausgestreckt haben. Neben Alanyaspor und Basaksehir nun auch Galatasaray und Fenerbahce, wo Jonathas eine deutliche Gehaltssteigerung winken dürfte.


Noch größer wäre die wohl in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein nicht genannter Klub habe bereits eine konkrete Anfrage gestellt. Die Zukunft des Stürmers scheint demnach offen zu sein - auch wenn ​96-Boss Kind betonte, dass er von Jonathas' Verbleib ausgehe


Der war erst im August 2017 aus Russland von Rubin Kasan zu den Niedersachsen gewechselt. Neun Millionen Euro legte Hannover damals auf den Tisch. Nun könnte eine der entscheidenen Fragen lauten, wieviel 96 bei einem möglichen Verkauf kassieren könnte. Bis 2020 steht Jonathas noch unter Vertrag. Die im vergangenen Jahr gezahlte Ablöse müsste es wohl mindestens sein, damit man den Wandervogel ziehen lässt. Der Torjäger trug in den vergangenen acht Jahren neun verschiedene Trikots und spielte dabei in Russland, Spanien, Italien und den Niederlanden.