Im Poker um VfB-Stürmer Daniel Ginczek bahnt sich eine spektakuläre Lösung an. Die Schwaben sind offenbar bereit, Ginczek nach Wolfsburg ziehen zu lassen, wenn im Gegenzug Daniel Didavi in die Heimat zurückkehrt. Beide Spieler haben wohl bereits zugestimmt. Es soll nur noch um die Höhe der Zusatzzahlung der Wölfe gehen.


Unter dem neuen Sportchef Jörg Schmadtke will der ​VfL Wolfsburg die sportliche Talfahrt der vergangenen beiden Jahre vergessen lassen. Personell bedeutet das einen Neuanfang - zumindest was die Offensive anbelangt. Leih-Stürmer Divock Origi geht zurück nach Liverpool, Missverständnis Landry Dimata steht vor einem Wechsel in die Heimat zum RSC Anderlecht.


​Der VfL braucht neue Stürmer. Mit dem ​niederländischen Torjäger Wout Weghorst ist der erste schon da. Gut zehn Millionen Euro bezahlt der VfL für den 1,97 Meter großen Sturmriesen vom AZ Alkmaar, der in den letzten beiden Spielzeiten insgesamt 31 Tore in der Eredivisie erzielen konnte. 

Italy  v Holland  -International Friendly

Die neue VfL-Sturmkante Wout Weghorst.



Die Lösung im Ginczek-Poker könnte Daniel Didavi heißen 


Doch damit ist es offenbar noch nicht getan. Seit Wochen verhandelt Wolfsburg mit dem ​VfB Stuttgart um die Dienste von Daniel Ginczek. Mit dem 27-Jährigen sollen sich die Wölfe längst einig sein. Der Ablöse-Poker mit den Schwaben hält dagegen weiter an. Die Lösung könnte nun Daniel Didavi heißen. Der VfL-Spielmacher kam 2016 ablösefrei vom VfB, ist aber nie wirklich in der Autostadt angekommen.


Die beiden Klubs verhandeln wohl über ein Tauschgeschäft. Wie die Bild berichtet, soll Ginczek nach Wolfsburg kommen, Didavi im Gegenzug zurück in die Heimat wechseln. Sechs Millionen Euro seien die Wölfe bereit, beim Spielertausch oben drauf zu legen - Stuttgart soll dagegen acht Millionen Euro fordern.

Für die Rückkehr zu seinem Jugendklub muss Didavi erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Vier Millionen Euro soll er beim VfL pro Jahr einstreichen, der Vertrag läuft noch bis 2021. Der Wechsel macht dennoch für alle Seiten Sinn: Der verletzungsgeplagte Didavi müsste nicht mehr ständig zwischen Heimat und Niedersachsen pendeln, der VfB bekäme einen torgefährlichen Mittelfeldspieler und der VfL endlich Wunschstürmer Ginczek. Da mit Yunus Malli ohnehin ein weiterer Spielmacher im Kader steht, wäre Didavis Abgang zu verkraften.


UPDATE:

Der kicker berichtet, dass das Tauschgeschäft fix ist. Didavi erhält beim VfB einen Vertrag bis 2021.