Schon bald beginnt der FC Barcelona die Vorbereitung auf die neue Saison. Mit an Board wird auch Sergi Samper sein, der in den vergangenen beiden Jahren verliehen wurde und sich nun bei seinem Heimatverein durchsetzen will. Gegenüber ​Mundo Deportivo sprach der defensive Mittelfeldspieler über seine Verletzung in der vergangenen Saison, was er seit seinem Weggang aus Barcelona gelernt hat und welches Verhältnis er zu Ernesto Valverde pflegt.


Sergi Samper ist einer der vielen Spieler, die von klein auf für den FC Barcelona spielen, doch anders als Spieler wie Lionel Messi, Andres Iniesta oder Ikonen wie Carles Puyol konnte er sich nicht auf Dauer in der ersten Mannschaft durchsetzen. Stattdessen führte ihn 2016 der Weg zum FC Granada, ein Jahr später zu Las Palmas.


Seine letzte Station war allerdings nicht von Glück gesegnet: Nachdem er zu Beginn aufgrund eines Muskelfaserrisses fehlte, plagte den 23-Jährigen eine langwierige Knöchelverletzung, die ihn für den Rest der Saison ausfallen ließ. Bereits im Januar ging es zurück nach Barcelona, wo er in der Vorbereitung voll angreifen will. "Ich gehe immer mit Vorfreude in die Saison, dieses Mal jedoch etwas mehr. Ich fühle, dass jetzt oder nie heißt, um bei Barca zu bleiben", so Samper, der auf einen Neustart unter Ernesto Valverde hofft: "Ich habe mit Valverde geredet, weil er als Spieler dieselbe Verletzung wie ich hatte. Er hat mich gefragt, wie es mir geht, wie meine Verletzung voranschreitet. Er erzählte mir, dass er auf mich warten würde."


Die vergangenen zwei Jahre seien nicht so verlaufen, wie er es sich vorgestellt habe. "Ich hätte gerne mehr Minuten auf dem Feld verbracht. Das ein oder andere ist nicht passiert, aber ich habe andere Aspekte kennengelernt, die ich bis dahin noch nicht kannte", sagte der 23-Jährige. Die Initiative, Barcelona einst zu verlassen, ging jedoch nicht von ihm aus: "Zuerst hat mir Luis Enrique gesagt, dass ich mehr Erfahrungen sammeln muss und dass es das Beste für mich wäre, zu gehen. Dieses Gefühl hat mir auch der Verein gegeben, deswegen habe ich die Entscheidung akzeptiert." 


Nach seiner Saison in Granada habe er eigentlich bleiben wollen, doch es habe ein Problem gegeben, weshalb er erneut verliehen wurde. Doch das Engagement bei Las Palmas war nicht nur aufgrund der Verletzung von Pech gezeichnet: "Ich habe mich entschieden, zu Las Palmas zu gehen, weil ich dachte, es wäre die beste Option für mich, da ich den Trainer (Manolo Marquez, d. Red.) kannte. Unglücklicherweise ist er am fünften Tag zurückgetreten."

UD Las Palmas Unveil New Signing Sergi Samper

  Im August vergangenen Jahres wurde Sergi Samper (r.) bei UD Las Palmas vorgestellt. Sehen konnte man ihn allerdings nur selten: Für den letztendlichen Absteiger absolvierte der 23-Jährige nur fünf Partien



Nach der Rückkehr wolle er vor allem an seiner Physis arbeiten. "Wenn man nur für Barca gespielt hat, bist du in deiner Spielweise dadurch sehr vorbestimmt, dass du den Ball kontrollieren willst. Fußball ist physischer. Es gibt Spieler, die diesen Stil für eine lange Zeit mit sich tragen. Die sind weit vor dir." Auch habe er sich "das Ziel gesetzt, mich defensiv zu steigern." Das verlange man von ihm und, so denkt er, darin habe er sich auch verbessern können.


Zeit hat er dafür allerdings nicht viel. Möglicherweise ist es seine letzte Chance, sich beim Titelverteidiger zu beweisen, ehe sich seine Zeit endgültig dem Ende zuneigt. Zugute kommen könnte es ihm, dass Valverde im Endspurt der Saison oft in einem 4-4-2 agierte. "Ich habe schon in verschiedenen Systemen gespielt und ich denke, ich könnte mich diesem auch gut anpassen", so Samper, der sich hauptsächlich darüber freut, endlich wieder Fußball spielen zu können.