​Hertha BSC Berlin beendete die vergangene Saison auf dem 10. Tabellenplatz. Während die WM in Russland stattfindet, laufen in Berlin die Vorbereitungen für die nächste Saison bereits auf Hochtouren. Spieler wie Marvin Plattenhardt sind jedoch noch in Russland und sehr begehrt auf dem Transfermarkt. Mathew Leckie wird nach dem Aus mit Australien jetzt zunächst einen drei­wöchigen Urlaub antreten.


Trainer Pal Dardai wird zum Autakt der Vorbereitung in einige neue Gesichter blicken. Mit Javairo Dilrosun (20 Jahre/von Manchester City), Lukas Klünter (22/1. FC Köln) und Pascal Köpke (22/Erzgebirge Aue) sind die drei Zugänge dabei, die Manager Michael Preetz bisher verpflichtet hat. Wichtig ist allerdings auch die Vertragsverlängerung des Sturmtalents Muhammed Kiprit. Der Stürmer unterschrieb einen langfristigen Vertrag, über die Laufzeit gibt es allerdings noch keine Angaben.


Was ist von Hertha nächste Saison zu erwarten? Nach dem Abgang von Mitchell Weiser verfügt Hertha über keinen Unterschiedsspieler mehr. Der Hauptstadt-Klub gehört zum Pulk jener zehn, zwölf Bundesligisten, für die es vorrangig ­darum geht, nichts mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu tun zu haben.


Die optimistische Haltung, die in der Klubführung anzutreffen ist, lautet: Mit diesem Kader ist mehr möglich als in der vergangenen Saison. Dafür müssen sich alle entwickeln: Etwa Niklas Stark, der einiges Lehrgeld gezahlt hat im Ausbildungsjahr als Abwehrchef. Zudem sind die Jungen wie Arne Maier oder Jordan Torunarigha im Kommen.

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Plattenhardt könnte der Hertha durch seine WM-Teilnahme viel Geld bringen



Die Anforderungen an den Trainer Pal Dardai sind ebenfalls hoch. Er soll den nächsten Schritt machen und sich weiterentwickeln. Sein Taktikverständnis soll besser werden oder beispielsweise seine persönliche Entwicklung sollen besser werden. Vor allem aber die Taktik:

Der taktische Schwerpunkt der Vorbereitung wird im Einstudieren einer Dreier-Abwehrkette liegen. Dafür vorgesehen sind Stark, Karim Rekik und Torunarigha. Das 3-5-2-System soll neben dem zuletzt gespielten 4-2-3-1 implementiert werden. Ziel ist es, unberechenbarer zu werden und mehr Chancen herauszuspielen.


Namhafte Profis könnten den Klub noch verlassen. So gibt es Interesse aus der Premier League an Marvin Plattenhardt, etwa vom FC Everton. Gute Linksverteidiger sind weltweit rar und begehrt. Hertha plant zwar mit Plattenhardt aber die möglichen Einnahmen für ihn wären eine große Hilfe für den Verein. Sein Marktwert als WM-Teilnehmer mit Deutschland wird wohl nie wieder so hoch sein wie in diesem Sommer. Die Hertha ist laut Informationen der Berliner Morgenpost ab einem Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro gesprächsbereit.