​Robert Lewandowski hat auf die Kritik an seinen Aussagen zur Qualität der polnischen Nationalspieler regiert und diese relativiert. Es sei nicht seine Absicht gewesen, sich negativ über seine Mitspieler zu äußern. Er habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass die Rahmenbedingungen und die Leistung nicht ausgereicht hätten, um die KO-Phase der Weltmeisterschaft zu erreichen. 


Kurz nach der klaren 0:3 Niederlage gegen Kolumbien und dem damit verbundenen Ausscheiden Polens in der Gruppenphase der WM in Russland hatte Mannschaftskapitän ​Lewandowski mit deutlichen Worten die fehlende Qualität des polnischen Kaders kritisiert


"Ich war allein. Wir kämpften, aber kämpfen ist nicht genug, um WM-Spiele zu gewinnen. Man muss auch Qualität haben, und davon hatten wir sehr wenig. Wir waren der Aufgabe nicht gewachsen", meinte der 29-jährige ​Bayern-Stürmer am Tag nach der Niederlage gegen Kolumbien bei der Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft.

Nun hat der polnische Kapitän seine Aussagen gegenüber ​Sport Bild etwas relativiert: "Ich wollte mich nicht negativ über meine Mitspieler äußern, das wurde falsch verstanden. Ich stehe immer hinter meinen Mitspielern und dem Trainer und sage nichts Negatives über meine Kollegen." Lewandowski habe nur auf die Probleme der Spieler hinweisen wollen: "Wir hatten vor der WM viele Probleme mit Verletzungen, und viele unserer Spieler kamen wegen Problemen im Verein nicht regelmäßig zum Einsatz. Das ist der Grund für unser Ausscheiden."


Nach dem vorzeitigen Ausscheidens Polens sei Lewandowski frustriert darüber gewesen, dass es nicht gelang genug Torchancen herauszuspielen. "Ich hatte keine Torchance. Ich wäre wütend auf mich, wenn ich Chancen gehabt und vergeben hätte. Ich bin ein Stürmer, der von Vorlagen lebt." Deshalb habe er die gesamte Leistung der Mannschaft kritisiert. Allerdings sei er weiterhin "stolz, Kapitän dieser Mannschaft zu sein."