Marco Reus ist Dortmunder Identifikationsfigur und Hoffnungsträger im DFB-Team zugleich. In Russland darf er erstmals auf der größten aller Fußball-Bühnen sein Können beweisen. So wie er es in den kommenden Jahren wohl weiter für den BVB tut. Seinen Vertrag hat er im Frühjahr langfristig verlängert - und sich dabei offenbar gegen den Lockruf aus England entschieden.


Der ​BVB ist sein Verein - auch wenn Marco Reus im B-Jugend-Alter weggeschickt wurde und erst über den Umweg Rot Weiss Ahlen und Borussia Mönchengladbach seinen Traum verwirklichen konnte. Seit 2012 gehört er zu den Stars in Schwarz-Gelb, trotz der vielen verletzungsbedingten Rückschläge.


Der ganz große internationale Durchbruch soll nun bei seiner ersten ​WM-Teilnahme in Russland folgen. Reus' Zukunft auf Klubebene ist dabei spätestens seit Anfang März geklärt. Er hält seinem Heimat- und Herzensverein die Treue, hat seinen ursprünglich bis 2019 laufenden ​Vertrag im Frühjahr um vier weitere Jahre bis 2023 verlängert.

Ein klares Statement des 29-Jährigen: Anders als Lewandowski, Hummels, Gündogan und Co. plant Reus, "seinem" BVB die Treue zu halten. Versüßt wird das mit einem saftigen Gehalt. Wie die Sportbild in ihrer Print-Ausgabe jetzt erfahren haben will, soll Reus in seinem neuen Arbeitspapier ein Jahressalär von 15 Millionen Euro zugesichert worden sein, womit er zum absoluten Topverdiener in Schwarz-Gelb aufgestiegen ist. 

Reus' Treue hat also einen finanziellen Preis - der war aber wohl nötig, um den Offensiv-Star zu halten. Spekulationen um das vermeintliche Interesse von internationalen Spitzenklubs gab es schon lange. Wie die Sportbild weiter schreibt, soll vor allem ​Manchester City mit einem konkreten Angebot gelockt haben. Trainer Pep Guardiola gilt schon seit Bayern-Zeiten als großer Fan des 29-Jährigen, City-Sportdirektor Txiki Begiristain und Klubbesitzer Scheich Mansour Bin Zayed Al Nayhan sollen auf Wunsch ihres Star-Coaches versucht haben, Reus von einem Wechsel auf die Insel zu überzeugen. Finanziell wäre dieser wohl nicht minder lukrativ gewesen. 

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Marco Reus hat die Lockrufe von Pep Guardiola und Manchester City abgewiesen


Reus hat sich dennoch anders entschieden, und nur vier Wochen nachdem er von seinem Kreuzbandriss auf den Platz zurückgekehrt war, seinen Vertrag in Dortmund verlängert. Offenbar mit Signalwirkung nach außen: Seither sollen keine weiteren Angebote auf der Borussia-Geschäftstelle mehr eingegangen sein.