​Thomas Müller hat wie auch einige andere etablierte Weltmeister in der deutschen Mannschaft Schwierigkeiten, in die WM zu finden, und zeigte in den ersten beiden Spielen gegen Mexiko und Schweden zwei schwache Leistungen. Bundestrainer Joachim Löw betonte auf der gestrigen DFB-Pressekonferenz, dass er nach dem letzten Spiel das persönliche Gespräch mit Müller gesucht habe, sich aber sicher sei, dass auch der Bayern-Stürmer noch eine wichtige Rolle im Turnier spielen werde. 


"Nach den letzten Spielen habe ich mit Thomas ein längeres Gespräch geführt. Wir haben versucht über ein paar Videosituationen sein Spiel nochmals zu analysieren", erklärte Löw auf der ​Pressekonferenz. "Thomas Müller ist ein sehr aufnahmefähiger Spieler, der auch sehr selbstkritisch mit seiner Leistung umgeht. Wir haben über ein paar Dinge gesprochen, und wer den Thomas kennt, der weiß, dass er auch nach ein oder zwei schlechten Spielen positiv nach vorne guckt und sich immer wieder verbessern will", lobte der Bundestrainer die Einstellung des 28-Jährigen. 


Löw sieht deshalb im Bayern-Stürmer auch weiterhin einen wichtigen Führungsspieler, der in den kommenden Spielen noch seine Leistung bringen werde: "Von daher ist der Thomas für uns absolut ein wichtiger Spieler."

Müller stand in den bisherigen beiden ​WM-Spielen der deutschen Mannschaft in der Startelf und spielte jeweils 90 Minuten durch. Dabei startete er auf dem rechten Flügel, zeigte sich laufstark und bemüht, fand aber keine wirkliche Bindung zum Offensivspiel. Deshalb positionierte sich der Stürmer in beiden Spielen mit zunehmender Spieldauer mehr auf der Zehn oder als hängende Spitze. Auch Müller selbst sieht seine Stärken eher auf dieser Position. Allerdings konnte der WM-Torschützenkönig von 2010 in zwei Spielen erst einen Torabschluss verbuchen. 


In der vergangenen Saison trat Müller wie auch schon im Vorjahr eher als Vorbereiter in Erscheinung, wurde mit 16 Assists Top-Vorlagengeber der Bundesliga und konnte 2017/18 in insgesamt 45 Saisoneinsätzen 33 direkte Torbeteiligungen verbuchen. 


Zusammen mit Leroy Sané von ​Manchester City war Müller damit in der vergangenen Saison der Deutsche mit den meisten Torbeteiligungen. Thomas Müller überzeugte bislang stets bei Weltmeisterschaften und konnte in bisher zwei WM-Teilnahmen und dabei 15 Spielen zehn Tore erzielen und sechs weitere vorbereiten. Will die deutsche Mannschaft weit kommen, wird auch der ​Bayern-Stürmer seine Effektivität wiederfinden müssen.