​Argentinien hat sich durch ein Tor von Innenverteidiger Marcos Rojo wenigen Minuten vor Spielschluss gegen Nigeria mit 2:1 durchgesetzt und damit doch noch den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Nach einem bislang schwachen Turnier hat die "Albiceleste" nun die Chance, sich gegen Frankreich zu rehabilitieren und gegen den ersten echten Turnierfavoriten zu zeigen, was möglich ist. Für Marcos Rojo war das Tor eine Art Befreiung nach einer insgesamt schwierigen Saison. 


Die abgelaufene Spielzeit war für den Defensivmann von Manchester United alles andere als zufriedenstellend. Aufgrund einer Kreuzbandverletzung und einer darauf folgenden Kopfverletzung fand der 28-Jährige nie in seinen Rhythmus, bestritt in der Hinrunde der englischen Premier League gerade einmal vier Spiele. Auch in der Rückrunde fand der Argentinier nicht zurück in die Startelf von Trainer José Mourinho. Zwar war er nicht mehr verletzt, dennoch setzte der Portugiese fast immer auf ein Innenverteidiger-Duo ohne ihn. So stand Rojo bis zum Saisonende zwar bis auf fünf Ausnahmen stets im Kader, kam aber nur noch auf fünf Liga-Einsätze für die "Red Devils".


Nigeria v Argentina: Group D - 2018 FIFA World Cup Russia

Mit dem Siegtor durch Rojo über Nigeria fiel eine ganze Last von den Argentiniern ab 


Umso befreiender dürfte das wichtige Siegtor zum ​2:1 gegen Nigeria gewesen sein, mit dem er sein Land bei der WM in Russland im Turnier gehalten und ins Achtelfinale geführt hat. "Jetzt beginnt für uns der Pokal. Ich sagte den Jungs, ich würde ein Tor schießen", so der Torschütze im Anschluss an die Partie." Vor allem die deutliche Niederlage gegen Gruppensieger Kroatien zuvor habe die Mannschaft noch einmal enorm zusammengeschweißt, wie er verriet. "Nach dem Spiel gegen Kroatien kamen wir mehr denn je zusammen." Seinen Treffer widmete er seiner Familie und der Nationalmannschaft, die stets hinter ihm gestanden hat. "Das Tor ist für meine Familie und für die Mannschaft, die es verdient hat. Auf gehts, Argentinien!"


Im Achtelfinale trifft Argentinien nun im Duell der bislang eher enttäuschenden Mit-Titelfavoriten auf Frankreich, das sich durch ein ​mageres 0:0 gegen Dänemark als Gruppenerster für die K.O-Phase qualifizierte.