​Argentinien zitterte sich im letzten Gruppenspiel gegen die Auswahl Nigerias ins Achtelfinale und trifft dort auf Frankreich. Javier Maschereno spielte sogar mit blutender Wunde am Kopf weiter und konnte am Ende den Sieg mit seiner Mannschaft erringen, um den Franzosen nun entgegenzutreten.


Javier Mascherano hatte die Ausgangslage seiner Argentinier vor der Partie mit viel Pathos umrissen: "Das Schicksal gibt uns noch eine Möglichkeit", so der Mittelfeldmotor. Denn bereits ein Remis hätte die Heimreise für die 'Gauchos' bedeutet. Diese letzte Möglichkeit nutzten die Südamerikaner, mussten dafür aber schwer leiden.


Letztlich sorgte Verteidiger Marcos Rojo für den Verbleib des Vize-Weltmeisters in Russland. Ausgerechnet er, der bereits 2014 zum 3:2-Endresultat gegen Nigeria getroffen hatte, verwertete nach 86 Minuten eine passgenaue Flanke von Gabriel Mercado zum vielumjubelten 2:1.


Am Ursprung des so wichtigen Erfolgs in Sankt Petersburg stand der zuletzt arg gescholtene Lionel Messi. Ein erstes Mal beim Führungstreffer nach 14 Minuten. Ever Banega lancierte Messi auf Höhe der Mittellinie mit einem Traumpass. Was dann folgte, war schlicht Weltklasse von Messi: Annahme mit links, Abschluss mit dem rechten Fuss. Keine Chance für den nigerianischen Keeper Francis Uzoho.

​Während Messi ein gutes Spiel machte, war es entgegen aller Erwartung der Routiner Javier Mascherano, der durch viele Fehlpässe auffiel und generell nervös wirkte. Nervosität führt im Fußball oftmals zu Fehlern und diesen machte Mascherano dann auch. 


Mascherano (145 Länderspiele) umklammerte bei einem Eckball Leon Balogun. Dieser nahm die Einladung dankend an und ließ sich fallen. Der harte Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Cüneyt Cakir führte zum Ausgleich, da Victor Moses eiskalt verwandelte. Als Kelechi Iheanacho kurz vor der Pause am Kopf getroffen worden war, war Cakirs Pfeife noch stumm geblieben.


Im weiteren Spielverlauf zeigte Nigeria keine schlechte Leistung und wurde immer wieder gefährlich, während Argentinien angeschlagen wirkte. Ein vermeintliches Handspiel Rojos im eigenen Strafraum blieb nach Konsultation des VAR ohne Konsequenzen. 


Dann spielte - der zu dem Zeitpunkt übrigens leicht blutende - Javier Mascherano seinen Kollegen Cristian Pavón an, der sich toll gegen Brian Idowu behauptete und rechts Gabriel Mercado auf die Reise schickte. Dessen Flanke landete genau bei Marcos Rojo. Und von dort ging's hinein ins Glück.