​Im Sommer 2017 trennte sich der ​VfB Stuttgart von seinem Sportdirektor Jan Schindelmeiser. Die Entlassung des heute 54-Jährigen wurde in weiten Teilen der Anhängerschaft nicht gut aufgenommen, hatte der Deutsche bei den Schwaben doch einiges in Bewegung gebracht. Seine wohl größte Errungenschaft für den VfB war die Verpflichtung von ​Benjamin Pavard. Nun äußerte sich der ehemalige Stuttgarter über seinen Königstransfer.


Als die Stuttgarter im Sommer 2016 den jungen Franzosen für fünf Millionen Euro vom LOSC Lille verpflichteten, hatten nur die wenigsten Fans daran geglaubt, dass der Lockenkopf eine echte Verstärkung für den Traditionsverein werden würde. Welches aussichtsreiche Talent wechselt schließlich in die zweite Liga? Doch 57 Pflichtspiele für die Stuttgarter später, hat sich der 22-Jährige nicht nur in der Bundesliga etabliert, sondern gilt auch als eines der begehrtesten Talente in Europa.


Dass sich der Youngster als solch ein Glücksgriff entpuppte, erklärt sich Schindelmeiser mit der positiven Arbeitseinstellung des Franzosen. "Benjamin hat schnell gezeigt, dass er lernwillig und gleichsam lernfähig ist“, so der Ex-Sportdirektor gegenüber faz.net. Die Erfahrung in der zweiten Liga habe ihn härter werden lassen. "Mittlerweile spielt er seine Rolle sehr seriös, auch wenn immer mal wieder der Filou durchblitzt", so der Fußballfunktionär.

Dass seine Entdeckung nun auch bei der WM in Russland für die 'Equipe Tricolore' aufläuft, freut Schindelmeiser sehr. Auch wenn er die Meinung vertritt, dass dem Rechtsfuß noch die nötige Konstanz fehlt, um einer der ganz Großen zu sein. Dies könne aber noch kommen, schließlich ist Pavard noch immer sehr jung. Mittelfristig traut er ihm durchaus zu, eine "zentrale Rolle" in der Defensive der Franzosen einzunehmen.


Eine solch positive Entwicklung weckt natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Davon kann auch der ehemalige Manager ein Liedchen singen. Aktuell wird der Marktwert des Verteidigers auf rund 30 Millionen Euro taxiert - Tendenz steigend. Bei welcher Summe Schindelmeisers Nachfolger ​Michael Reschke schwach werden könnte, bleibt abzuwarten. Spielt der variabel einsetzbare Defensivspieler weiterhin so überzeugend, dürften noch einige lukrative Angebote eintrudeln.