​Bei der WM in Russland hütet ​Manuel Neuer wieder das Gehäuse der DFB-Elf. Zuvor hatte der mehrfache Welttorhüter aufgrund einer hartnäckigen Fußverletzung fast die komplette Saison verpasst. Beim ​FC Bayern München wurde er dabei von Sven Ulreich zumeist exzellent vertreten. Für die kommende Spielzeit erhofft sich der bewährte Ersatzmann daher trotz der Rückkehr des Nationaltorhüters mehr Einsatzzeiten.


In 47 Pflichtspielen für den Rekordmeister konnte der 29-Jährige mit einigen starken Paraden aufwarten und strahlte eine große Ruhe aus. Dabei konnte er zusammen mit seiner Hintermannschaft insgesamt 18 Mal zu Null spielen. Dass er sich in der kommenden Saison wieder hinter der klaren Nummer eins Manuel Neuer einordnen muss, ist für den Deutschen dennoch kein Problem.

"Ich weiß, was meine Rolle beim FC Bayern ist. Ich bin hinter dem besten Torwart der Welt die Nummer zwei. Das akzeptiere ich, sonst hätte ich auch meinen Vertrag nicht verlängert", so der ehemalige Stuttgarter in einem Interview mit der BILD. Im gleichen Atemzug stellte er jedoch klar, dass er durchaus die Hoffnung habe, "nach den gezeigten Leistungen das ein oder andere Spiel mehr" zu bekommen als früher, "auch wenn Manu fit ist".


Den ersten herben Rückschlag in seiner Zeit bei den Bayern erlebte der 1,92-Meter-Schlaks beim Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid, als ihm ein folgenschwerer Fehler unterlief. Seine ansonsten sehr positive Saison will sich der Schlussmann dadurch jedoch nicht madig machen lassen. "Du kannst 100 gute Spiele machen, aber die Menschen erinnern sich an einen Fehler. Ich stehe dazu, dass ich eine sehr unglückliche Situation in Madrid hatte. Daraus werde ich lernen, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Irgendwann ist der Fehler abgehakt und wir können wieder über andere Dinge sprechen", so Ulreich.


Die Leistungen seines Teamkollegen in Russland überraschen ihn indes überhaupt nicht. Neuer mache seine fehlende Spielpraxis durch "Ruhe und Routine" wider wett. In der Spielweise des 32-Jährigen sehe er keinerlei Unterschied und es sei als wäre er "nie weg gewesen".