Dass Hertha BSC über einen hervorragenden Unterbau verfügt, ist bekannt. Pál Dárdai, Trainer der Profimannschaft, will zukünftig noch mehr auf die jungen Talente aus der hauseigenen Schmiede setzen.


​Hertha BSC verfügte in der vergangenen Saison über die beste A-Junioren-Mannschaft Gesamtdeutschlands. Mit 3:1 siegte das Team von Trainer Michael Hartmann gegen Schalke 04 und sicherte sich die Deutsche Meisterschaft. Für die Alte Dame Grund genug, um auch in Zukunft auf die jungen Wilden aus der eigenen Talentschmiede zu setzen.


„Bei diesen Summen wird und kann Hertha BSC auf absehbare Zeit auf dem großen Transfermarkt nicht mithalten“, wird Profitrainer Pál Dárdai in der Sport Bild zitiert. Der Coach mit klarer Ankündigung: „Deshalb ist es für uns so wichtig, unsere Jugendarbeit zu nutzen und immer wieder gute Jungs bei den Profis einzubauen.“

Hertha BSC v FC Augsburg - Bundesliga

Pál Dárdai war jahrelang Hertha-Jugendtrainer


Dárdai weiß um das ungemeine Potenzial von Spielern wie Arne Maier, Julius Kade und Florian Baak, die er in der U15 noch selbst betreute. „Ganz ohne erfahrene Spieler und Talente von außerhalb wird es nie gehen“, sagt Dárdai, „aber mein Traum ist, dass wir mal mit einem Team, das zu großen Teilen aus eigenen Hertha-Spielern besteht, auflaufen.“


Muhammed Kiprit könnte der Nächste sein, dem der Durchbruch bei den Profis gelingt. Der 18-jährige Deutsch-Türke wurde nach langem Hin und Her ​am Dienstag mit einem Profivertrag ausgestattet. Der Angreifer erzielte in der abgelaufenen Saison 22 Tore in 25 Spielen. Geschäftsführer Michael Preetz: „Muhammed ist ein herausragendes Talent, das in unseren Juniorenmannschaften seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt hat.“