Real Madrids Marcelo gilt als einer der besten, wenn nicht sogar der beste Linksverteidiger der Welt. Vor zwölf Jahren ließ ein Bundesligist die Möglichkeit aus, den Brasilianer unter Vertrag zu nehmen. Die Rede ist vom Hamburger SV.


Seit 2007 absolvierte Marcelo über 450 Pflichtspiele für Real Madrid, gewann mit den Königlichen unter anderem viermal die Champions League. Inzwischen zählt der 30-Jährige zu den wertvollsten Spielern der Welt – und ist wohl selbst der beste Linksverteidiger auf dem Fußballglobus.


Der ​Hamburger SV hatte im Jahr 2006 scheinbar die Chance, Marcelo unter Vertrag zu nehmen. Der damals 18-Jährige lief seinerzeit noch für seinen Heimatklub Fluminense Rio de Janeiro auf. „Ich habe nach dem ersten Spiel ​Didi Beiersdorfer (damaliger HSV-Manager; Anm. d. Red.) angerufen und sofort gesagt: Du musst wegen Marcelo kommen, der ist einer für uns“, erzählt HSV-Scout Harald Spörl der Sport Bild.

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Marcelo wäre 2006 beinahe beim HSV gelandet


Beiersdorfer suchte kurzerhand sein Reisegepäck zusammen und machte sich auf an den Zuckerhut, wo er sich sogar mit Marcelo traf. „Ich habe mich mit Marcelo und seinem Vater in Rio getroffen“, bestätigt Beiersdorfer. Marcelo sei schon damals ein hochinteressanter Spieler gewesen, der dennoch auf dem europäischen Markt noch nicht so präsent gewesen war. „Er wirkte in seiner Spielweise viel intelligenter als alle anderen. Darum kümmerten wir uns um ihn.“


Marcelo soll laut dem Bericht sogar begeistert davon gewesen sein, künftig für den HSV spielen zu dürfen. Eine Verpflichtung des Brasilianers scheiterte aber an der Ablöseforderung. „Damals haben wir uns noch schwergetan, eine mittlere Millionen-Summe für einen jungen Linksverteidiger auszugeben. Wenig später ist er dann zu ​Real Madrid gegangen“, so Beiersdorfer. „Nur“ 2,5 Millionen Euro hätte Hamburg investieren müssen, Anfang 2007 wechselte Marcelo für 6,5 Millionen zu Real Madrid.