In der jüngeren Vergangenheit machte Bundesligist Eintracht Frankfurt mit Profis aus Spanien hervorragende Erfahrungen. Die Hessen wollen offenbar tiefer in den spanischen Markt eindringen. Ricardo Moar verstärkt den Scoutingbereich.


Einigen Bundesliga-Experten ist Ricardo Moar mit Sicherheit ein Begriff. Der heute 64 Jahre alte ehemalige Fußballprofi (Deportivo La Coruña und Real Valladolid) war von 2002 bis 2004 als Sportdirektor von ​Hannover 96 tätig. Nach langem Hin und Her folgte schließlich die einvernehmliche Trennung.


Moar, der viele Jahre als Technischer Direktor in La Coruña beschäftigt war, weiß über die Gegebenheiten in Spanien bestens Bescheid. Ein Markt, mit dem sich ​Eintracht Frankfurt zukünftig näher beschäftigen möchte – und mit Moar eine Zusammenarbeit als Scout eingeht.

Fussball: 1. BL 03/04, Hannover 96, Praesident Martin KIND

Ricardo Moar (l.) noch in 96-Diensten


„Ich bin glücklich, für Fredi und Ben Manga zu arbeiten“, wird Moar in der Sport Bild zitiert. „Ich liebe es, Spieler zu suchen. Ich bin lieber auf dem Platz als im Büro.“ Moar war es, der als Manager den heutigen Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic 2002 zu 96 lotste. Für Frankfurt soll Moar gut ausgebildete Spanier schon im Jugendalter erkennen.


Mit iberischen Profis machten die Adlerträger in der Vergangenheit beste Erfahrungen. Jesús Vallejo legte einen Senkrechtstart in Frankfurt hin, musste anschließend wieder zurück zu Real Madrid. Gleiches gilt für Omar Mascarell, der in diesem Sommer nur sehr schwer zu halten sein wird. ​An ihm hat unter anderen Schalke 04 Interesse.