​Max Kruse und Fin Bartels bekommen im Sturm von Werder Bremen zur neuen Saison Unterstützung. Mit den Verpflichtungen von Yuya Osako und Martin Harnik hat man auf den Abgang von Ishak Belfodil reagiert und weitere Offensivkräfte an den Klub gebunden. Auch wenn der Angriff nun zumindest nominell breit aufgestellt ist, wird das Kopfballspiel in der kommenden Bundesligasaison wohl nicht zum Kerngeschäft im Spiel der Elf von Coach Florian Kohfeldt gehören. Für Manager Frank Baumann sie dies eine bewusste Entscheidung und müsse keineswegs kein Nachteil sein. 


Es war an der Weser meist Gang und Gebe, dass der ​SV Werder den Großteil seiner jüngsten Bundesligageschichte mit einem Brecher, einem großgewachsenen Stürmer im Angriffszentrum anging. Das scheint sich nach dem Abgang von Ishak Belfodil nun in der neuen Saison endgültig zu ändern. 

Hannover 96 v Hertha BSC - Bundesliga

Der größte Neuzugang beim SV Werder: ÖFB-Nationalspieler Martin Harnik 



Wie die BILD berichtet, ist die Personalplanung im Angriffsbereich bei den Bremern nach den Transfers von Yuya Osako und Martin Harnik abgeschlossen. Mit dem Japaner Osako, der vom Absteiger 1. FC Köln an die Weser kommt, geht im Vergleich zu Belfodil jedoch ungemein an Kopfballstärke verloren, die der Algerier aufgrund seiner Körpergröße von 1,92 mitbrachte. Während Osako lediglich 1,81 misst, ist auch Rückkehrer Martin Harnik nicht unbedingt als Kopfballungeheuer bekannt. Dennoch ist der Österreicher mit seinen 1,85 Metern ab sofort der Größte im Sturm des SVW. 


Für Manager Frank Baumann sei die womöglich abhanden gekommene Kopfballstärke jedoch kein Nachteil, wie er verriet. "Wir versuchen, spielerische Lösungen zu finden. Deshalb haben Flanken und das Kopfballspiel nicht mehr ganz die große Bedeutung", so der ehemalige Profi. Dennoch habe man gerade durch Harnik "einen Mann mit sehr gutem Kopfballspiel und bei Standards Spieler wie zu Beispiel Theo Gebre Selassie, die den Unterschied machen können." 


Werder Bremen beendete die abgelaufene Bundesligasaison mit 42 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Ob das neue Fußballjahr die Bremer ohne die Lufthoheit im gegnerischen Strafraum nach oben bringt, wird sich zeigen.