​In der Gruppe C hat Peru am letzten Spieltag die ersten Punkte eingefahren und sich dadurch auf Platz drei verbessert. In Sotschi setzten sich die effektiven Südamerikaner gegen Australien mit 2:0 durch. Zum Matchwinner avancierte Paolo Guerrero, der den ersten Treffer vorbereitete und den zweiten selbst erzielte. Beide Mannschaften müssen nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. 



Australien - Peru 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 André Carrillo (18.), Paolo Guerrero (50.)


 

Australiens Cheftrainer Bert van Marwijk musste seine Startelf nach dem 1:1-Unentschieden gegen Dänemark auf einer Position umbauen. Tomi Juric ersetzte im Angriffszentrum den verletzten Andrew Nabbout (Schulterverletzung).


Peru-Coach Ricardo Gareca veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Frankreich auf zwei Positionen. Renato Tapia und Anderson Santamaria begannen für Pedro Aquino und Alberto Rodríguez (Muskelverletzung). 

Die Ausgangslage vor dem letzten Gruppenspiel war klar. Während das Vorrunden-Aus für Peru nach zwei Niederlagen bereits besiegelt war, brauchte Australien einen Sieg und war zudem auf Schützenhilfe von Frankreich angewiesen, um den Einzug ins Achtelfinale noch realisieren zu können. Dementsprechend gingen die 'Socceroos' die Partie an. 


Australien übernahm vom Anpfiff weg die Initiative und drängte die Südamerikaner in die eigene Hälfte. Aus dem Plus an Ballbesitz konnte die van Marwijk-Elf allerdings kein Kapital schlagen. Da Peru sich zunächst weitestgehend den Defensivaufgaben widmete, blieben zwingende Torchancen in der Anfangsviertelstunde Mangelware. 

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André Carrillo bejubelt seinen Treffer zum 1:0


Mit der ersten nennenswerten Offensivaktion gingen die Südamerikaner in Führung. Kapitän Guerrero fand mit einer gefühlvollen Vorlage ​André Carrillo, dessen Direktabnahme unhaltbar im linken unteren Toreck einschlug (18.). Australien war nach dem Gegentreffer um eine schnelle Antwort bemüht, ließ im letzten Drittel zunächst jedoch die nötige Durchschlagskraft vermissen. Nach einem schönen Sololauf zog Tom Rogic im Strafraum ab. Seinen unplatzierten Abschluss wehrte Pedro Gallese zur Ecke ab (27.). 


Mathew Leckie hätte um ein Haar den Ausgleich erzielt, wurde nach einem Querpass von Robbie Kruse jedoch im letzten Moment von Christian Ramos entscheidend gestört (34.). Wenige Minuten später köpfte Innenverteidiger Trent Sainsbury eine Freistoßflanke am Tor vorbei (40.). Mit der 1:0-Führung für Peru ging es in die Halbzeitpause. 

​​Nach Wiederanpfiff erwischte Peru den besseren Start und baute die Führung weiter aus. Guerrero kam am linken Eck des Fünfmeterraums an den Ball und brachte die Kugel im langen Eck unter (50.). Die 'Socceroos' waren in der Folgezeit meist nur bei Standardsituationen gefährlich. Ein Kopfball von Kapitän Mile Jedinak war leichte Beute für Gallese (52.). Nach knapp einer Stunde hatte Aziz Behich den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schob den Ball jedoch denkbar knapp am rechten Pfosten vorbei (59.). 


Ein Distanzschuss des eingewechselten Daniel Arzani strich denkbar knapp über den peruanischen Querbalken (67.). ​In der Schlussphase verflachte die Partie zusehends. Beide Mannschaften versuchten zwar in der Offensive Akzente zu setzen, spielten die sich bietenden Möglichkeiten allerdings nicht konsequent zu Ende. Letztendlich blieb es beim 2:0-Erfolg für Peru.