​Am vergangenen Freitag feierte die Schweiz im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien einen Last-Minute-Erfolg. Der stark aufspielende ​Xherdan Shaqiri erzielte kurz vor dem Abpfiff den 2:1-Siegtreffer. Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld schätzt den Torschützen sehr und bedauert es, dass der Offensivspieler den ​FC Bayern München im Sommer 2015 endgültig verlassen hat.


Im Juli 2012 sicherte sich der ​FC Bayern die Dienste von Shaqiri, der für knapp zwölf Millionen Euro Ablöse vom FC Basel verpflichtet wurde. Der 26-Jährige galt damals als eines der Toptalente des europäischen Fußballs. Beim deutschen Rekordmeister konnte sich der variabel einsetzbare Offensivspieler allerdings nicht wirklich durchsetzen, weshalb er im Januar 2015 an ​Inter Mailand verliehen wurde. Ein halbes Jahr später folgte der Verkauf. 


"Ich bedaure heute noch, dass er die Bayern verlassen hat", erklärte Hitzfeld im ​Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung Blick. "Er wäre in München bis heute auf seine Minuten gekommen. Und war Publikumsliebling. Er hätte den Sprung dort geschafft", betonte der ehemalige Bayern-Coach, der Shaqiri bestens aus seiner Zeit als Nationaltrainer (2008 bis 2014) kennt. 


Seit August 2015 läuft der Ex-Münchner für Stoke City auf. Für den englischen Erstligisten bestritt der Linksfuß in der abgelaufenen Saison 38 Pflichtspiele, in denen er an 15 Treffern (acht Tore/sieben Vorlagen) direkt beteiligt war. Mit seinen starken Leistungen hat der Schweizer Nationalspieler angeblich das Interesse des ​FC Liverpool geweckt. 

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Xherdan Shaqiri bejubelt seinen Siegtreffer gegen Serbien



Hitzfeld legt seinem ehemaligen Schützling einen Wechsel an die Anfield Road nahe. "Wenn du die Chance hast, bei Liverpool zu spielen, dann musst du sie nutzen. Es wäre für ihn ein guter Schritt in seiner Karriere", gab der 69-Jährige zu Protokoll. Hitzfeld ist davon überzeugt, dass Shaqiri auch in der stark besetzten Offensive der 'Reds' eine gute Rolle spielen kann. "Er kann sich mit seiner Qualität überall durchsetzen", erklärte der ehemalige Bayern-Coach.