​Die Arbeit als Nachwuchstrainer kann sehr erfüllend sein. In der Regel streben die Übungsleiter aber nach mehr Veantwortung und nutzen die Station Nachwuchstrainer als Sprungbrett für eine Karriere als Cheftrainer von Herrenmannschaften. Dies ist auch beim U13-Trainer Aloscha Shpilevski von RB Leipzig der Fall. Er übernimmt eine Mannschaft in Weißrussland.


Einige aktuelle Bundesliga-Trainer entstammen den Nachwuchs-Leistungszenten der Erstligisten. Die Liste der Trainer ist lang, aber Namen wie Christian Streich, Thomas Tuchel, Julian Nagelsmann oder Domenico Tedesco haben den Sprung geschafft und sind eine feste Größe im Trainergeschäft.


Bei Aloscha Shpilevski von RB Leipzig ist dies auch der Fall. Der 30-jährige Übungsleiter, der bis zum Ende der vergangenen Saison die U13 von RB Leipzig trainierte, wird zwar kein Coach in der deutschen Bundesliga, dafür aber in einem anderen Land. Er wird den amtierenden weißrussischen Pokalsieger Dinamo Brest übernehmen. Der Klub aus dem Südwesten Weißrusslands rangiert in der 1. Liga derzeit auf Platz 8 und ist zudem amtierender Pokalsieger.

Shpilveski wird Chefcoach in einem Verein, der einen höchst prominenten Funktionär hat: Diego Maradona. Welche Aufgabe Maradona hat, ist gar nicht ganz klar, Maradona soll eventuell mithilfe seines Namens und seiner Aura den Klub promoten und voranbringen.

Shpliveskis begann seine Trainerkarriere in Großaspach im Jahr 2009 als Coach der B-Jugend des heutigen Drittligisten. Im Sommer 2011 wechselte der ehemalige weißrussische U17-Nationalspieler in die Nachwuchsabteilung des VfB Stuttgart, ehe er 2013 zu RB Leipzig weiterzog.


Aloschas Vater Niolcai Shpilveski ist beim VfB Stuttgart ebenfalls kein Unbekannter. Er war und ist Freund und Berater von Aleksandr Hleb, dem prominentesten weißrussischen Fußballer, der von 2000 bis 2005 und von 2009 bis 2010 beim VfB Stuttgart kickte.