​Am Donnerstag kommt es in Kaliningrad (20 Uhr) zum Top-Duell in Gruppe G. Zwischen Belgien und England geht es dabei um den Gruppensieg - beide Teams sind nach zwei Siegen zum Auftakt bereits sicher für das Achtelfinale qualifiziert. Während Belgien mit den Erfolgen ​gegen Panama (3:0) und ​Tunesien (5:2) bereits angedeutet hat, dass man das individuelle Potenzial endlich ausnutzen könnte, beeindruckten die Three Lions vor allem mit dem ​6:1-Sieg über Panama.

In der Runde der letzten 16 treffen die beiden Gruppensieger auf die Erstplatzierten der Gruppe H. Dort entscheidet sich erst am letzten Spieltag, welche Teams in die K.o.-Runde einziehen. Eine Konstellation, die es schwer einschätzbar macht, ob der Gruppensieg für Belgien oder England wirklich ein Vorteil wäre. Zumal die möglichen Gegner Japan, Senegal und Kolumbien bislang keine großen Leistungsunterschiede aufgewiesen haben.


Nicht nur deshalb dürfte es sowohl bei den Roten Teufeln, als auch den Three Lions einige Veränderungen in der Startelf geben. Bei den Belgiern gab es nach dem klaren Erfolg über Tunesien einige kleinere Blessuren. Vor allem Sturmtank Romelu Lukaku musste wegen einer Knöchelverletzung kürzertreten. Der Angreifer von Manchester United hat bereits vier Turniertreffer auf dem Konto - der 25-Jährige erzielte jeweils einen Doppelpack und ist damit der erste Spieler seit Diego Maradona, dem dieses Kunststück in zwei aufeinanderfolgenden WM-Partien gelingt.

Belgien-Coach Martínez spricht über den Fitnesszustand der Angeschlagenen


Auf der Pressekonferenz am Montagnachmittag erklärte Trainer Roberto Martínez, dass man bei Lukaku einen Scan am betroffenen Knöchel gemacht habe. "Die nächsten 48 Stunden werden zeigen, ob er gegen England eingesetzt werden kann oder nicht", so der spanische Coach. 

Der belgische Journalist Kristof Terreur twitterte, dass die Untersuchung keinen Schaden gezeigt hätte. Einem Einsatz würde somit nichts mehr im Wege stehen - kaum vorstellbar aber, dass man von belgischer Seite ein Risiko eingehen will und Lukaku deshalb eine Pause erhält.

Fraglich sind derweil auch Dries Mertens und Kapitän Eden Hazard. Das Offensiv-Duo konnte am Sonntag nur individuell trainieren. Hazard plagten Probleme mit der Wade. Beide konnten jedoch bereits am Montag wieder ins Teamtraining einsteigen. Mit Hazards Bruder Thorgan und Nacer Chadli stehen Martínez Alternativen zur Verfügung, die gegen England dennoch ihre Chance bekommen könnten.

Ob das auch für Vincent Komapany gilt, bleibt abzuwarten. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger von Manchester City war mit einer Leistenverletzung nach Russland gereist. Mittlerweile ist der ehemalige Hamburger aber wieder einsatzfähig. "Vincent Kompany ist aus medizinischer Sicht völlig fit. So wie auch Thomas Vermaelen, der schon gegen Tunesien auf der Bank saß", erklärte Martínez am Sonntag. 

Kompany hatte da schon seine erste volle Einheit mit der Mannschaft absolviert. Mit ihm würden die Belgier einen weiteren Hochkaräter für die bevorzugte Dreierabwehrkette bekommen. Die Partie gegen England könnte sein Trainer als Härtetest für die K.o.-Runde nutzen.