Wer den HSV in der kommenden Zweitliga-Saison anführt, steht noch nicht fest. Der bisherige Kapitän Gotoku Sakai wird von Trainer Christian Titz zwar als Führungsspieler bezeichnet und hat seinen Vertrag nach dem Abstieg verlängert. Einen Amtswechsel könnte es unter gewissen Voraussetzungen dennoch geben, bestätigt Titz.


Gotoku Sakai spielt seit Sommer 2015 mit der Raute auf der Brust. Damals wechselte der japanische Nationalspieler für 700.000 Euro aus Stuttgart zum HSV. Der 27 Jahre alte Rechtsverteidiger wurde von Ex-Trainer Markus Gisdol zum Spielführer der Rothosen ernannt und führte den HSV damit als Kapitän in der ersten Absteigssaison der Vereinsgeschichte aufs Feld. 


Derzeit weilt der 41-fache Nationalspieler mit den Blue Samurai bei der ​WM in Russland. Mit vier Punkten führen die Japaner die Gruppe H vor dem letzten Spieltag an und haben beste Aussichten auf das Achtelfinale. Sakai kam bislang allerdings noch nicht zum Einsatz. In Hamburg wird das in der kommenden Spielzeit wohl wieder anders aussehen. Für Trainer Christian Titz zählt Sakai zu der ​​Achse um Lewis Holtby und Aaron Hunt. "Gotoku ist ein Führungsspieler", bekräftigte Titz gegenüber der ​Mopo.


Ein Führungsspieler, der sich auch in schweren Zeiten nicht abwendet. Sakai hatte seinen Vertrag nach dem Abstieg zu verringerten Konditionen bis 2020 verlängert - und damit ähnlich wie Hunt und Holtby ein Zeichen gesetzt. Der 27-Jährige hätte auch keine Probleme damit, die Kapitänsbinde im kommenden Jahr abzugeben. "Er kann sich vorstellen, dass das Amt jemand anderes ausübt - wenn es für die Mannschaft einen Mehrwert hat“, so Titz.

Viele Kandidaten gibt es dafür freilich nicht. Am ehesten könnten wohl die erwähnten Holtby und Hunt dafür infrage kommen. Außenseiterchacnen könnte vielleicht auch Neuzugang Christoph Moritz besitzen, auf den Titz große Stücke setzt. Entschieden wird das aber wohl erst im Laufe der Vorbereitung, wenn Sakai aus Russland zurückkehrt.