​Die Weltmeisterschaft in Russland bietet für viele Bundesliga-Spieler eine hervorragende Möglichkeit, um sich in den Fokus von internationalen Top-Klubs zu spielen. Von ​Eintracht Frankfurt stehen angeblich Pokalheld Ante Rebic und Carlos Salcedo unter genauer Beobachtung. Sportdirektor Bruno Hübner sieht die Hessen für alle Eventualitäten gut aufgestellt.


Zum 1. Juli werden sowohl Rebic als auch Salcedo nach Leihgeschäften fest verpflichtet. Ob die beiden WM-Teilnehmer über den Sommer hinaus in der Bankenmetropole bleiben, ist hingegen offen. Rebic hat nicht nur dank seiner bärenstarken Vorstellung im DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München (3:1) das Interesse einiger Klubs geweckt. 


Auch bei der WM wusste der kroatische Nationalspieler bislang zu überzeugen. ​Beim 3:0-Erfolg gegen Argentinien erzielte der 24-Jährige den ersten Treffer. Dem Vernehmen nach steht der Angreifer bei ​Tottenham Hotspur weit oben auf dem Zettel. 


Salcedo legte mit der mexikanischen Nationalmannschaft ebenfalls einen perfekten WM-Start (zwei Siege) hin. Der Verteidiger stand in beiden Gruppenspielen jeweils über die komplette Spieldauer auf dem Platz und lieferte solide Vorstellungen ab. Dem Vernehmen nach steht der 24-Jährige bei einigen Klubs aus Italien hoch im Kurs. 


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Mexikos Carlos Salcedo (l.) im Zweikampf mit Heung-min Son (Südkorea)


Hübner nimmt das Interesse an Eintracht-Spielern wohlwollend zur Kenntnis. "Es ist eine Auszeichnung für uns, wenn unsere Spieler in aller Munde sind", wird der 57-Jährige von der Offenbacher Post zitiert. "Wir haben gewusst, dass unsere Spieler gefragt sein können, deshalb sind wir ganz entspannt."


Mit Marius Wolf (Borussia Dortmund) und Schlussmann Lukas Hradecky (Bayer 04 Leverkusen) haben bereits zwei wichtige Leistungsträger den Verein verlassen. Mit Rebic, den die Verantwortlichen mit einer stattlichen Gehaltserhöhung von einem Verbleib überzeugen wollen, und Salcedo könnten zwei weitere folgen. Angst, dass die Mannschaft nach einer guten Saison auseinanderfällt, hat Hübner nicht. "Wir haben auf dem Transfermarkt gut vorgearbeitet und gute Spieler in der Pipeline", betonte der Funktionär.


Zudem habe man noch einige vielversprechende Talente aus der eigenen Nachwuchsabteilung in der Hinterhand. Mit Nicolai Müller (​Hamburger SV) sowie den beiden Torhütern Felix Wiedwald (Leeds United) und Frederik Rönnow (Bröndby IF) haben die Hessen bislang drei Neuzugänge an Land gezogen. Nach der WM wird sicherlich noch einmal Bewegung in den Kader kommen.