Bayern-Leihgabe Marco Friedl will seinen Leihvertrag bei Werder Bremen erfüllen. Der Rekordmeister besitzt die Option, den österreichische Defensiv-Allrounder schon vor 2019 an die Isar zurückzuholen. Für alle Seiten sei ein Verbleib bei Werder aber die beste Lösung - das hätten "offenen Gespräche" mit den Bayern-Verantwortlichen ergeben.


Ende Januar ging es für Marco Friedl von der Säbener Straße an die Weser in den hohen Norden - und folgte damit einer gewissen österreichischen Tradition bei ​Werder Bremen. Aktuell steht nach dem Abgang von Kapitän Zlatko Junuzovic mit Florian Kainz zwar nur ein weiterer Landsmann im Werder-Kader. An den Zukunftsplänen von Friedl ändert das aber nichts.


Bis 2019 ist der Defensiv-Allrounder noch vom ​FC Bayern ausgeliehen. Eine vorzeitige Rückkehr kommt für den 20-Jährigen derzeit nicht infrage: "Ich habe mit Bayern offen darüber gesprochen, was für alle Seiten am Besten ist. Dabei habe ich klar gemacht, dass ich meinen Leihvertrag erfüllen will. Ich werde so gut wie sicher bis 2019 bleiben. ​Ich gebe Gas, will mich von Anfang an aufdrängen. Ich habe ein wichtiges Jahr vor mir“, erklärte Friedl gegenüber der Bild.

Bremen besitzt für den österreichischen U21-Nationalspieler keine Kaufoption. Vielmehr könnten ihn die Bayern per Klausel schon vor 2019 wieder nach München holen. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen soll das aber kein Thema sein. "Der Austausch mit Bayern ist seit meiner Leihe sehr gut. Sportdirektor Salihamidzic fragt oft, wie es mir geht, guckt sich meine Spiele an. Er gibt mir auch Feedback. Da merke ich schon, dass Interesse da ist“, freut sich Friedl.

Bayer 04 Leverkusen v Bayern Muenchen - DFB Cup Semi Final

Friedl freut sich über das Interesse von Sportdirektor Hasan Salihamidzic


Die Chancen, Spielpraxis zu sammeln, sind in Bremen um einiges größer als beim Rekordmeister. Dort ist hinten links ​Friedl-Kumpel David Alaba gesetzt. Im Zentrum tummeln sich mit Mats Hummels, Jerome Boateng und Niklas Süle drei deutsche Nationalspieler. Zweimal kam er vor seiner Leihe für die Bayern zum Einsatz. In Bremen durfte er in der abgelaufenen Rückrunde neunmal ran. In fünf Bundesliga-Partien kam er in der Startelf zum Einsatz.


Unter Trainer Florian Kohfeldt zeigte Friedl dabei seine Variabilität. Der Linksfuß wurde als Außenverteidiger, im linken Mittelfeld und im Abwehrzentrum eingesetzt. Seine Leistungen waren vielversprechend. "Die Werder-Verantwortlichen sind sehr zufrieden mit mir“, bestätigte Friedl. Statt in München auf der Bank zu sitzen, will Friedl in Bremen einen Stammplatz - um dann spätestens im Sommer 2019 mit guten Aussichten nach München zurückkehren zu können.