​Salif Sane setzt sein Formhoch nach einem starken WM-Auftakt gegen ​Polen weiter fort. Am Sonntagnachmittag untermauerte der senegalesische Nationalspieler gegen Japan dies mit einer beeindruckenden Statistik.  


Während sich Sane gegen die Polen physischer Stärke gegenüber stellen musste, wurden beim Japan-Spiel seine defensiven Fähigkeiten gegen wieselflinke und technisch starke Offensiv-Akteure getestet, denen der Ball förmlich am Fuß klebt. Diesen Test bestand er erneut bravourös. 

Bei den Zweikämpfen war der zukünftige Akteur des FC Schalke 04 in 12 von 12 Fällen der Sieger, neunmal davon während eines Luftduells. Das ist ein Bestwert unter den bisherigen einhundertprozentigen Zweikampfwerten, die Spieler bei dieser WM bei eine Partie vorweisen konnten. Gemeinsam mit Abwehrkollege Kalidou Koulibaly gehörte er zu den stärksten Akteuren auf dem Platz.


Der 27-jährige Defensiv-Routinier trumpfte nicht nur mit seiner 1,96-Meter-Körpergröße auf, sondern auch durch gutes Timing im Zweikampf und einem sehenswerten Block gegen einen Schuss von Yuya Osako, wodurch ein praktisch sicheres Tor verhindert wurde.

Fehlerfrei blieb Sane allerdings nicht. Bei der Abstimmung mit seinen Vorderlauten im Mittelfeld gab es zum Beispiel einige Male Defizite. Das 2:2-Unentschieden hätte die Mannschaft von Trainer Aliou Cisse mit einer größeren Konzentration und Durchschlagskraft durchaus gewinnen können.


Auf japanischer Seite traf er mit Hiroki Sakai auf einen ehemaligen Kollegen aus Hannover. Der 28-jährige Rechtsverteidiger spielt seit zwei Jahren bei Olympique Marseille und hat sowohl beim Klub als auch der Nation einen Stammplatz inne. "Wir haben uns auf dieser großen Bühne erneut getroffen. Hoffentlich gehen wir beide in die nächste Runde. Viel Glück, mein Nakama!", schrieb Sakai auf Twitter am Montagvormittag.

In der Gruppe H belegen die Senegalesen derzeit mit vier Punkten und genau derselben Tordifferenz gemeinsam mit Japan den ersten Platz. Gegen die Kolumbianer wird man am Donnerstagnachmittag schon mit einem Remis sicher weiterkommen. Bei einer Niederlage müsste man darauf hoffen, dass die Japaner gegen Polen mit noch mehr Gegentreffern verlieren.