​Dass die Bemühungen des VfB Stuttgart um eine Verpflichtung von Gonzalo Castro schon konkrete Formen angenommen haben, ist bereits ​bekannt. Nun meldet sich aber auch Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc zu Wort und bestätigt, dass der Wechsel kurz vor dem Abschluss steht.

​​Wie der Kaderplaner den Ruhrnachrichten erklärte, befinden sich die Vereine in "zielführenden Gesprächen", was den Transfer von Gonzalo Castro zu den Schwaben anbelangt. Der kicker sprach zuletzt von einer Ablösesumme zwischen fünf und sieben Millionen Euro. 


Castro soll auf der patentierten Doppel-Sechs der Stuttgarter den spielstarken Part neben Draufgänger Santiago Ascacibar darstellen, der eigentlich auch am Ball mächtig viel drauf hat. Unter Cheftrainer Tayfun Korkut spielte zumeist ausgerechnet Back-Up Dennis Aogo auf dieser Position.


Der 31-jährige ehemalige Nationalspieler wird aber nun wahrscheinlich dem deutlich passstärkeren Castro Platz machen müssen. Kapitän Christian Gentner, der noch während der Ära von Hannes Wolf neben Ascacibar auflief, ist hingegen seit der Ankunft von Korkut praktisch nur noch für die offensive Außenbahn gesetzt.


Mit Castro schlägt der VfB bei einem Spieler zu, der mit seinen 31 Jahren eigentlich nicht zum gewohnten Profil der sehr jungen Akteure passt. Doch seine Qualität als Bundesliga-Spieler ist unbestreitbar, wenn auch die vergangene Saison für ihn nicht optimal verlief. Castro kam nur 28 Mal zum Einsatz, oftmals von der Bank aus.


Borussia Dortmund kann sich derweil über einen weiteren nun vakanten Kaderplatz mitten im Neuaufbau freuen. Castro galt seit Monaten zu den Streichkandidaten im eng besetzten Mittelfeld, von dem sich weiterhin Spieler wie Nuri Sahin oder Sebastian Rode verabschieden könnten.