Germany's midfielder Toni Kroos (C) celebrates scoring the 2-1 goal with his teammates during the Russia 2018 World Cup Group F football match between Germany and Sweden at the Fisht Stadium in Sochi on June 23, 2018. (Photo by Adrian DENNIS / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - NO MOBILE PUSH ALERTS/DOWNLOADS        (Photo credit should read ADRIAN DENNIS/AFP/Getty Images)

Nach dem dramatischen 2:1-Sieg der Deutschen gegen Schweden: Die DFB-Stars in der Einzelkritik

In einem Spiel mit einer wahnsinnigen Dramaturgie besiegte die deutsche Nationalmannschaft die schwedische Auswahl in der 95. Spielminute mit 2:1. Während die zweite Halbzeit von offensivem Drang geprägt war, zeigte sich der Weltmeister in der ersten Hälfte teilweise verunsichert. Die Spieler in der Einzelkritik:    
 

1. TW: Manuel Neuer

Bei 100 % kann Manuel Neuer nach seiner langen Verletzungspause noch nicht sein. Mit 99 % sind die Deutschen aber auch ganz gut bedient, denn nach einem Fehler von Antonio Rüdiger parierte Neuer gut und verhinderte so eine frühere Blamage seiner Mannschaft. Auch sonst war auf den Welttorhüter Verlass. 


NOTE: 2,0 

2. RV: Joshua Kimmich

Wie auch gegen Mexiko war die rechte Seite besonders in der ersten Halbzeit Dreh- und Angelpunkt des deutschen Offensivspiels. Über Kimmich funktionierte im deutschen Spiel viel, viele gefährliche Hereinnahmen liefen über den Verteidiger des FC Bayern. In der Defensive wurde er gegen defensiv stehende Schweden nicht so gefordert, wie gegen Mexiko. So fiel sein Offensiv-Drang defensiv nicht negativ auf.    


NOTE: 3,0 

3. IV: Jérôme Boateng

Ein insgesamt schwacher Auftritt von Boateng. Neben Rüdiger fühlte er sich augenscheinlich nicht so wohl auf dem Platz, wie mit seinem gewohnten Bayern-Partner Mats Hummels. Souverän konnte sich Boateng im Spiel nicht zeigen. Dafür kurbelte er das Spiel nach vorn immer wieder an. In der 82. Spielminute flog Boateng wegen einer gelb-roten Karte nach fahrlässigem Foul vom Platz. Einem erfahrenen Mann wie Boateng darf so ein grobes Foul eigentlich nicht unterlaufen, vor allem wenn schon gelb verwarnt. 


NOTE: 5,0

4. IV: Antonio Rüdiger

Ähnlich unsicher wie Boateng zeigte sich auch Rüdiger, der zwar überwiegend nur im Spiel nach vorn gefordert worden war, doch defensiv nicht die gewünschte Stabilität bringen konnte. Mit einem fahrlässigen Fehlpass in der 13. Minute hätte der Verteidiger des FC Chelsea beinahe das frühe Gegentor provoziert.  


NOTE: 4,0 

5. LV: Jonas Hector

Im Gegensatz zu Marvin Plattenhardt eine 110%-Steigerung auf der linken Seite. Hector war offensiv unterwegs, dynamisch, kam selbst zum Torabschluss und bot sich immer wieder selbst im Zentrum der deutschen Offensive an. Löw dürfte froh gewesen sein, dass der Spieler des 1. FC Köln wieder fit wurde.  


NOTE: 3,0 

6. ZM: Toni Kroos

Was soll man über dieses Spiel von Toni Kroos sagen? Eine 6 für die erste Halbzeit, eine der schlechtesten ersten Halbzeiten, die man vom deutschen Mittelfeldmotor und vierfachen Champions-League-Sieger seit langem gesehen hatte. Viele fahrlässige Ballverluste, ein fataler Fehlpass, der zum 0:1 sorgte. Dafür der Antreiber in der zweiten Halbzeit und mit dem goldenen Tor in der 95. Spielminute. Ein äußerst emotionaler Tag für den Real-Profi.  


NOTE: 3,0 

7. Ilkay Gündogan

Kam aufgrund der Verletzung von Sebastian Rudy überraschend zum Einsatz. Überraschend auch für ihn, denn Gündogan konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Keine gefährlichen Pässe, keine Aktionen, die das deutsche Spiel wirklich belebten. Oft wählte der Mittelfeld-Star von Manchester City den Sicherheitspass.    


NOTE: 4,0 

8. RA: Thomas Müller

Ein unglücklicher Tag für Thomas Müller, der unermüdlich ackerte, engagiert war und viel lief. Seine Aktionen waren allerdings stets nicht von Erfolg geprägt. Ist von seiner gewohnten WM-Form noch weit entfernt und wird sich gegen Südkorea steigern müssen, um seinen Startelfplatz zu behalten.  


NOTE: 4,0 

9. OM: Marco Reus

Ein gelungenes Spiel von Marco Reus, der seinen ersten Startelfeinsatz bei einer Weltmeisterschaft erhielt. Er war in der Offensive unermüdlich im Einsatz, hatte nicht immer Glück in seinen Abschluss-Situationen, doch mit Timo Werner war er einer der dynamischsten Spieler in der Offensive. Mit dem 1:0 tat er der Mannschaft einen großen Gefallen.  


NOTE: 2,0 

10. LA: Julian Draxler

Ein gebrauchter Tag für Julian Draxler. Eine Halbzeit durfte der Flügelstürmer von Paris Saint-Germain spielen, doch bereichern konnte er das Spiel in der Offensive in der ersten Halbzeit nicht. Er fiel durch zahlreiche Fouls auf und rieb sich in Luftduellen mit den schwedischen Verteidigern auf. Muss sich steigern, um nicht von den arrivierten Brandt und Co. ersetzt zu werden.  


NOTE: 4,0 

11. ST: Timo Werner

Wie schon erwähnt war Timo Werner in der Offensive immer und stets unterwegs und zählte mit Reus zu den dynamischsten Spielern der Deutschen. Durch seine Schnelligkeit stellte er die Schweden vor Probleme. Immer wieder trug der Angreifer von RB Leipzig mit Hereingaben und Pässen in den Strafraum zu gefährlichen Situationen bei.  


NOTE: 2,0 

12. Mario Gómez

Vergab einmal das sichere Tor für die Deutschen, das fälschlicherweise wegen einer vermeintlichen Abseitssituation nicht gegeben wurde. Doch seine Einwechslung wirkte auf das deutsche Spiel belebend. Und so schien Gómez effektiver, als es Draxler in 45 Minuten gewesen war. Er legte das 1:0 für Marco Reus durch eine entsprechende Aktion vor.  


NOTE: 3,0