​Nach nur 791 Einsatz-Minuten, einem Tor und einer Vorlage wechselt Jerome Gondorf vom SV Werder Bremen zum ​SC Freiburg. Nur ein Jahr lang spielte er bei den Bremern, dabei stand er nur siebenmal von Beginn an auf dem Platz. Im Bild-Interview erzählt er jetzt, wieso Bremen dennoch kein Fehler war.


Jerome Gondorf wechselte als Stammspieler vom SV Darmstadt 98 in der Saison 2017/2018 nach Bremen. Auch dort erhoffte er sich viele Einsatzzeiten. Doch insgesamt stand er in der Saison nur sieben mal von Beginn an auf dem Platz. Teilweise wurde er gar nicht berücksichtigt.


Gegenüber der Bild erzählt er jetzt, dass gerade diese schwere Zeit ohne Berücksichtigung wichtig für ihn war: "In den letzten sechs Jahren war ich es gewohnt immer von Anfang an zu spielen. Ich wusste nicht, wie es sich anfühlt, nicht im Kader zu stehen. Jetzt schon! Obwohl ich oft nicht gespielt habe, musste ich im Training immer Gas geben, mich ordentlich verhalten, durfte nichts persönlich nehmen. Das ist psychisch extrem anstrengend."


Besonders unter Alexander Nouri hatte es der 26-Jährige schwer. Unter Florian Kohfeldt konnte er sich dann beweisen und hätte in der Rückrunde auch öfter gespielt, wäre er nicht operiert worden.

Gondorfs selbsterklärtes Ziel war es, sich in Bremen weiterzuentwickeln und das habe er seiner Meinung nach geschafft. Rückblickend sieht er seine kurze Station in Bremen positiv. Doch eine Sache wird er besonders vermissen: "Die Atmosphäre im Stadion. So herzliche Fans habe ich selten erlebt. In Bremen lechzt man nach Europa. Aber die Fans wissen, dass es immer nur durch ein Miteinander geht. Das ist schon etwas ganz besonderes."


Mit dem Wechsel nach Freiburg erhofft er sich mehr Einsatzzeiten. Besonders auf den Trainer Christian Streich freut er sich. Nicht nur wegen seines guten Rufs als Trainer, sondern auch, weil die beiden den gleichen Dialekt sprechen.