MOSCOW, RUSSIA - JUNE 17: coach Joachim Loew of Germany looks on during the 2018 FIFA World Cup Russia group F match between Germany and Mexico at Luzhniki Stadium on June 17, 2018 in Moscow, Russia. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Deutschland: Die voraussichtliche Aufstellung gegen Schweden

Den WM-Auftakt gegen Mexiko haben sich alle Beteiligten der deutschen Nationalmannschaft sicherlich anders vorgestellt. Besonders in den ersten 45 Minuten blieb der Titelverteidiger blass und defensiv anfällig, weshalb man mit 0:1 in Rückstand geriet und diesen nicht aufholen konnte. 


Gegen Schweden soll und muss daher eine Reaktion erfolgen, andernfalls droht das Aus in der Gruppenphase. Damit dies nicht passiert, werde es laut DFB-Manager Oliver Bierhoff einen Impuls geben, der sich möglicherweise auch in der Startaufstellung widerspiegeln wird. Im Folgenden präsentieren wir daher die voraussichtliche Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden.

1. Torwart: Manuel Neuer

Es gab nur wenige Spieler, die gegen Mexiko eine gute Leistung abrufen konnten - doch Manuel Neuer war einer von ihnen. Der Torhüter stand schon früh in der Partie im Fokus, bewahrte die Mannschaft lange vor dem Rückstand, war beim Treffer von Hirving Lozano jedoch machtlos. An ihm führt kein Weg vorbei, weshalb er auch gegen Schweden im Kasten stehen wird.

2. Abwehr: Jonas Hector

Das erste Gruppenspiel verpasste Jonas Hector aufgrund eines grippalen Infekts, doch nun ist der Kölner wieder fit und scheint wieder in die Startelf zurückzukehren. Gegen Mexiko wurde der 28-Jährige von Marvin Plattenhardt ersetzt, doch aufgrund der größeren Erfahrung hat Hector einen Vorteil im Rennen um den Platz auf der linken Abwehrseite.

3. Abwehr: Niklas Süle

Auf der Pressekonferenz erklärte Bundestrainer Joachim Löw, dass Mats Hummels aufgrund einer Verletzung am Halswirbel aller Voraussicht nach nicht gegen Schweden auflaufen können wird. Der Zweikampf um den Platz in der Viererkette entscheidet sich daher zwischen Antonio Rüdiger und Niklas Süle, wobei Letzterer möglicherweise einen kleinen Vorteil genießt. Beim FC Bayern München spielt Süle bereits mit Jerome Boateng und Joshua Kimmich zusammen, das Trio wäre daher eingespielt und bedarf gemeinsam mit Jonas Hector kaum Eingewöhnungszeit. Allerdings ist Rüdiger in der Nationalmannschaft erfahrener und spielte eine gute Saison beim FC Chelsea, weshalb noch nicht klar ist, wer morgen auflaufen wird.

4. Abwehr: Jerome Boateng

Jerome Boateng hingegen ist auf jeden Fall gesetzt. Der 29-Jährige wurde gegen Mexiko gemeinsam mit Mats Hummels oft alleine gelassen, machte seine Sache jedoch überwiegend gut und verhinderte bereits in der zweiten Minute ein mögliches Gegentor. Aufgrund seiner vorherigen Verletzung war diese Leistung nicht zu erwarten, doch Boateng hat bewiesen, dass er da ist, wenn es drauf ankommt. Daher dürfte er auch gegen Schweden wieder beginnen.

5. Abwehr: Joshua Kimmich

Etwas übereifrig agierte Joshua Kimmich gegen die Mexikaner. Der 23-Jährige agierte sehr offensiv und war daher bei Kontern nicht immer zur Stelle, weshalb besonders in der ersten Halbzeit die linke Angriffsseite Mexikos immer wieder offen blieb. Trotz der defensiven Defizite lief viel über Kimmich, dessen Flanken allerdings größtenteils ertraglos blieben. Zwar würde Matthias Ginter eine Alternative darstellen, doch allzu viel wird Löw voraussichtlich nicht rotieren, weshalb Kimmich wieder beginnen dürfte.

6. Mittelfeld: Toni Kroos

Toni Kroos ist das wohl wichtigste Element im Mittelfeld der deutschen Nationalmannschaft und wurde daher im vergangenen Spiel über 90 Minuten zugestellt. Ohne ihren Dirigenten tat sich die Mannschaft überwiegend schwer, was Mexiko beim 1:0-Erfolg unter Beweis stellte. Gegen Schweden dürfte er allerdings wieder ein wenig mehr Freiheiten bekommen, was nicht nur ihm, sondern allen Teilen der Mannschaft zugute kommen würde.

7. Mittelfeld: Ilkay Gündogan

Sami Khedira erwischte alles andere als einen guten Nachmittag am Sonntag, weshalb der Stuhl des 31-Jährigen mit am ehesten wackelt. Eine Alternative dabei wäre Ilkay Gündogan, der nicht nur in der Offensive Akzente setzen kann, sondern auch im Gegenpressing und der Rückwärtsbewegung gut agiert. Da es in der morgigen Aufstellung den einen oder anderen Impuls geben werde, erscheint es daher möglich, dass der Mittelfeldspieler von Manchester City zu seinem ersten Einsatz bei einer Weltmeisterschaft kommen könnte.

8. Offensives Mittelfeld: Marco Reus

Marco Reus blieb zunächst auf der Bank, da er vor allem in den entscheidenden Spielen der K.O.-Phase eine wichtige Rolle spielen sollte. Nun steht Deutschland allerdings vor dem Aus und Reus mehr im Fokus denn je. Der 29-Jährige belebte die Offensive gegen Mexiko und hatte Gelegenheiten zum Ausgleich, doch er allein konnte das Ruder nicht umreißen. Dennoch absolvierte er ein ordentliches Debüt, weshalb er höchstwahrscheinlich gegen Schweden beginnen wird.

9. Offensives Mittelfeld: Mesut Özil

Auf der 'Zehn' wird daher weiterhin Mesut Özil auflaufen. Der Kreativposten des FC Arsenal blieb gegen Mexiko ebenfalls unter seinen Möglichkeiten und konnte - wie viele - sein Spiel nicht völlig entfalten. Allerdings gilt er unter Löw als gesetzt und stand bei WM-Spielen stets in der Startelf. Dass der Bundestrainer nun plötzlich auf ihn verzichtet, ist daher unwahrscheinlich.

10. Offensives Mittelfeld: Thomas Müller

Ähnliches gilt für Thomas Müller. Der 28-Jährige war in der vergangenen Partie bemüht, blieb jedoch relativ erfolglos. Wenn er in Form ist, ist er für die Nationalmannschaft ein wichtiger Faktor. Vor allem bei Weltmeisterschaften ist Müller ein torgefährlicher Spieler, bei seinen beiden WM-Teilnahmen in den Jahren 2010 und 2014 erzielte er jeweils fünf Tore und dürfte daher weiterhin auf der rechten Außenbahn gesetzt sein. 

11. Angriff: Timo Werner

Offen ist, wer im Angriff agieren wird. Gegen vor allem körperlich starke Schweden könnte es für Timo Werner schwer werden, sich durchzusetzen, weshalb auch denkbar ist, dass Mario Gomez von Beginn an auflaufen wird. Auf der Pressekonferenz hielt sich Löw diesbezüglich bedeckt, doch bei seinem WM-Debüt konnte Werner nur wenig überzeugen. Als Konsequenz könnte er daher möglicherweise zunächst nur auf der Bank Platz nehmen.