Unter Präsident Uli Hoeneß wird es beim FC Bayern keine eSports-Abteilung geben. Der 66-Jährige hat bereits konkrete Zocker-Pläne beim Rekordmeister gestoppt. Eine digitale Sparte passe nicht zum Verein.


Der ​FC Bayern bleibt analog - zumindest was die Sportabteilungen betrifft. Präsident Uli Hoeneß hat laut einem Bericht der Bild fortgeschrittene Pläne zur Etablierung einer neuen Digital-Sparte beim Rekordmeister gestoppt. Demnach wird es eine eSports-Abteilung bei den Bayern nicht geben. Hoeneß ist der Ansicht, dass professionelle Zocker nicht zu den Werten und der Tradition des Klubs passen.

In München schwimmt man damit gegen den Trend. Mit Schalke, Wolfsburg, Leverkusen, Leipzig, Stuttgart, Hertha, sowie den Zweitligisten Köln, Bochum und Nürnberg gibt es bereits eine Reihe von Klubs mit einer eigenen eSports-Abteilung und professionell angestellten Zockern. Der HSV sucht seit Februar zwei Profi-Spieler für den Einstieg. Weitere Vereine, wie Mainz, Frankfurt oder Gladbach organisieren regelmäßig Turniere in der offiziellen "Virtuellen ​Bundesliga". 

FC Schalke 04 v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Tim Schwartmann aka Tim Latka vom Zocker-Team der Schalker wurde im April zum eSports-FIFA-18-Champion 2017/2018 gekürt


Der Gaming-Markt verspricht den Klubs zusätzliche Einnahmen im Marketing und bei Fanartikeln. Vor allem die jüngere Zielgruppe soll damit emotional an den Verein gebunden werden. Der FC Bayern geht nun einen anderen Weg, der beim Verbandsboss auf Gegenliebe stoßen dürfte. 


DFB-Präsident Reinhard Grindel ist jüngst hart mit eSports ins Gericht gegangen. "Das ist kein Sport", erklärte er vehement. "Wir wollen keine Spiele fördern, in denen Kinder auf andere schießen und das Ganze auch noch als Sport bezeichnet wird", so Grindel weiter.