​Julian Nagelsmann wird die TSG 1899 Hoffenheim am Ende der Saison 2018/19 verlassen und zur ​Saison 2019/20 für RB Leipzig arbeiten. Der 30-Jährige, der im Februar 2016 den Posten des Cheftrainers bei dem Fußball-Bundesligisten übernommen hat, macht Gebrauch von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel.


Julian Nagelsmann hat stets ein gutes und vor allem respektvolles Verhältnis mit den Verantwortlichen der TSG Hoffenheim gepflegt. „Es war mir wichtig früh für klare Verhältnisse zu sorgen“, sagte Nagelsmann gegenüber ​achtzehn99. Mit geklärten Verhältnissen möchte der Trainer verhindern, dass die gesamte Saison von neuen Spekulationen beeinflusst wird.


Der erfolgreiche Trainer zeigt sich dankbar und möchte in seinem letzten Jahr noch einmal vollen Einsatz für Hoffenheim zeigen: "Ich bin es der TSG und all ihren Mitarbeitern ebenso schuldig wie der Mannschaft und den Fans diese historische Spielzeit, in der wir zum ersten Mal in der Champions League antreten, nicht mit ständigen Mutmaßungen um meine Person und Zukunft zu belasten. Nun wissen alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren. Jeder weiß, dass ich bis zur letzten Stunde meines Engagements für die TSG brenne und alles dafür tun werde, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen."

TSG 1899 Hoffenheim v Borussia Dortmund - Bundesliga

Eine Bierdusche blieb Nagelsmann nach dem Erreichen der Champions League nicht erspart



TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich schätzt die Ehrlichkeit des Trainers und freut sich auf ein tolles Jahr: "Wir bedauern die Entscheidung von Julian, freuen uns aber nun zunächst darauf, mit ihm, einer ehrgeizigen Mannschaft und hoch motivierten Mitarbeitern in eine für die TSG Hoffenheim außergewöhnlichen Saison starten zu können."


Julian Nagelsmann ist mittlerweile seit neun Jahren als Trainer bei der TSG Hoffenheim aktiv. Zunächst arbeitete er für sieben Jahre im Nachwuchsleistungszentrum, in der Saison 2012/13 fungierte er auch als Co-Trainer des Profi-Teams. Anfang des Jahres 2016 übernahm er die Rolle des Cheftrainers und sorgte für den Klassenerhalt. In der darauf folgenden Saison führte der jüngste Trainer der Bundesliga-Geschichte die Mannschaft auf Platz Vier und damit zur ersten Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. In der vergangenen Spielzeit konnte sogar der dritte Tabellenplatz erreicht werden und die TSG wird die Chance haben, sich in der Champions League zu beweisen.


„Wir wussten um die vertraglich fixierte Möglichkeit, die im Profifußball nicht außergewöhnlich ist. Es spricht für den Charakter von Julian, dass er die Karten nun auch öffentlich auf den Tisch gelegt und so früh für alle Klarheit geschaffen hat“, so Sportdirektor Alexander Rosen.