Mesut Özil sah sich nach der deutschen Auftaktpleite gegen Mexiko herber Kritik ausgesetzt. Dietmar Hamann kann das nicht nachvollziehen. Der Ex-Nationalspieler sieht den Arsenal-Spielmacher als wichtigsten Spieler im DFB-Team und fordert: "Hände weg von Özil." Eine Meinung, die nicht alle Experten vertreten.


Der ​verpatzte Start von Titelverteidiger Deutschland in das ​W​M-Turnier hat die Kritiker auf den Plan gerufen. Neben der fehlenden Balance im Spiel des Titelverteidigers wurde von vielen Mesut Özil als Hauptschuldiger für die lahmen Offensivbemühungen der DFB-Elf ausgemacht. Der 29-jährige Arsenal-Spielmacher hatte schon zuvor bei den Anhängern keinen all zu großen Kredit - was nicht nur an der Erdogan-Affäre und Özils Schweigen lag.


Zu behäbig, mangelnder Einsatz, fehlende Körpersprache und in den wichtigen Momenten nichts zu sehen - so die Vorwürfe an den 91-fachen Nationalspieler. Dietmar Hamann kann das nicht nachvollziehen. "Özil ist ein brillanter Spieler mit großen Verdiensten um den deutschen Fußball. Deshalb Hände weg von Özil", forderte der 44-jährige Ex-Nationalspieler und TV-Experte im kicker. "Wenn wir bei der WM eine Rolle spielen wollen, ist er einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Spieler in der Mannschaft”, legte Hamann bei Sky Sport News HD nach. "Die Hetzjagd auf Özil war einigen Spielern gar nicht so unrecht, sie konnten sich hinter ihm gut verstecken. Läuft es, sind alle happy. Läuft's nicht, ist Özil schuld“, richtete er die Kritik auf Özils Kollegen. 

Hamann steht hinter Özil, vergleicht seine Rolle gar mit der von Lionel Messi bei Argentinien. Bei der Auftaktpleite gegen Mexiko hätten die deutschen Spieler Özil immer wieder gesucht, ähnlich wie die Argentinier bei Messi: "Mach mal! Und wenn er nichts machte, machte kein anderer etwas”, befand Hamann. Er forderte, dass Özil unantastbar bleibt, will am Samstag gegen Schweden aber dennoch eine andere Startelf sehen (20 Uhr).


Der genesene Jonas Hector müsse wieder für Marvin Plattenhardt ins Team, Marco Reus soll für Julian Draxler auflaufen. Ilkay Gündogan sieht er vor Sami Khedira in der Startelf. Lothar Matthäus würde auch Mario Gomez von Beginn an spielen lassen. Timo Werner müsste dafür auf die Bank. Stefan Effenberg widerspricht  Hamann bei Özil: "Reus muss rein, keine Frage. Ich würde Özil opfern. Damit steigern sich Tempo und Kreativität”, meinte er zum kicker. Für mehr Spielwitz sieht stimmt er bei Gündogan für Khedira aber zu.