Am Ende war es eine Demontage: Kroatien bezwingt Vizeweltmeister Argentinien mit 3:0. Eintrachts Ante Rebic leitet den Sieg mit seinem ersten WM-Treffer ein - und befindet sich damit weiter auf dem besten Weg, zum WM-Shootingstar zu werden. Die Eintracht dürfte das mit gemischten Gefühlen beobachten.


Die starken Leistungen von Ante Rebic mit der kroatischen Nationalmannschaft bei der ​WM in Russland dürfte man bei ​Eintracht Frankfurt mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten. Rebic hat bei der Eintracht in der abgelaufenen Saison gezeigt was in ihm steckt. Das ganz große Highlight folgte mit dem Doppelpack gegen die Bayern, als der 24-Jährige die Eintracht unter dem Moto "Bruda, schlag den Ball lang" zum DFB-Pokalsieg schoss. 


Die zweite Leihe war für die SGE ein voller Erfolg. Rebic wurde längst fest vom AC Florenz verpflichtet und besitzt in Frankfurt einen Vertrag bis 2021. Einen Verbleib am Main garantiert das aber längst nicht. Vor allem nach Auftritten, wie dem vom Donnerstagabend: Auf der ganz großen WM-Bühne besiegte Rebic mit seinen Kroaten Vizeweltmeister Argentinien. Rebic leitete mit seinem Führungstreffer das ​Debakel für die Albiceleste ein. Als Torhüter Willy Caballero einen Blackout hatte, nutzte Rebic das aus und drosch den Ball in die argentinischen Maschen.


Der Frankfurter ist fester Bestandteil beim Geheimfavoriten, dem in dieser Form einiges zuzutrauen ist. Für die Eintracht sind das erstmal keine guten Nachrichten. Rebic steht in Russland im Schaufenster - noch mehr, je weiter die Kroaten kommen. Schon während der Bundesligasaison hat der Außenstürmer größere Klubs hellhörig werden lassen. Spätestens seit dem Pokalfinale dürften einige namhafte Vereine an Rebic interessiert sein.


Immerhin einen Vorteil hätte es für die Eintracht, wenn Rebic einer der Shootingstars des Turniers bleibt: Sein Marktwert würde deutlich anziehen und der SGE winken satte Transfereinnahmen. Vor allem, wenn Klubs aus der Premier League bereit wären, die Geldschatulle ordentlich zu öffnen. Vorteil Eintracht: ​Rebic besitzt keine Ausstiegsklausel.